• "Sarg soll leer gewesen sein

    Helmut Kohls Leichnam doch noch im Haus?
     
    Berlin. Helmut Kohls Leichnam soll weiterhin im Haus des Altkanzlers in Ludwigshafen-Oggersheim liegen. Zwar wurde bereits ein Sarg weggebracht – dieser soll aber leer gewesen sein."
     
    http://www.rp-online.de/politik/deutschland/helmut-kohls-leichnam-soll-immer-noch-im-haus-in-oggersheim-sein-aid-1.6901629
     
    Oder ist er vielleicht auferstanden? Reinkarniert? Untot?
    Wie zierlich sie doch immer "Leichnam" schreiben, aber bei den Temperaturen kann das nicht gut sein, eine Leiche im Haus zu haben. Wenn diese Frau Kohl-Richter noch irgendwie bei Sinnen ist, dann war der Sarg nicht leer. Ich habe gerade ziemlich gruselige Bilder im Kopf, wo er denn wohl liegt. Im Bett? Aufgebahrt im Wohnzimmer, wo ihn seine Familie nicht sehen darf? Im Keller? In der Kühltruhe? Alles nicht schön. Und sie? Wo schläft sie? Schläft sie gut?

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  • Über die Toten soll man nur Gutes sagen. Oder gar nichts. Alles klar. Aber es geht auch zuviel des Guten.

    Helmut Kohl ist am Freitag gestorben. Mit 87 Jahren, da hatten natürlich alle ihre Nachrufe schon fertig geschrieben. Angela Merkl meldete sich aus Rom, den schwarzen Blazer hat sie wahrscheinlich immer dabei. Die europäischen Politiker waren auch ganz fix mit Trauerbekundungen, nur Donald Trump hatte ziemliche Verspätung, wahrscheinlich wusste er von nichts und wusste dann nicht, wer das überhaupt war. Jetzt soll Kohl einen europäischen Staatsakt bekommen und seine Leiche mit dem Schiff über den Rhein zum Dom nach Speyer gebracht werden. Grüße an die Nibelungen. Mal sehen, ob die Familie es dann doch eine Nummer kleiner möchte. Und Merkel schreibt sicher gerade Details in ihr Testament, ich glaube nicht, dass sie sich solch einen Totenkult wünscht. Ach ja, nun wird es auch massig Helmut-Kohl-Straßen und -Plätze geben. Könnte man das wohl auf Oggersheim beschränken?
    Kurfürstliches Oggersheim

     

    Fidel Castro, der im letzten Jahr gestorben ist, hatte sich übrigens verbeten, Straßen und Plätze in Cuba nach ihm zu benennen.


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  • Waffen können gefährlich sein.Gestern Morgen freute ich mich für meinen Neffen, weil er Mamas Auto nehmen durfte, um zu Rock am Ring zu fahren. Gestern Abend habe ich mich dann sehr erschreckt, weil das Gelände wegen eines Terrorverdachtes geräumt wurde. Zum Glück ist es den ca. 90 000 Besuchern gelungen, sich vom Acker zu machen, ohne sich gegenseitig totzutrampeln, was eine Glanzleistung an Coolness ist, zumal viele dabei auch noch lauten Gesang anstimmten.

    Ramm Stein?Aus der Ferne bin ich selbst allerdings nicht so cool, denn in der Logik von Attentätern macht ein Anschlag auf Rock an Ring absolut Sinn. Da kommt wirklich alles zusammen: Verhasste Musik, Ramadan und richtig viele Menschen. Wer da ein Massaker veranstaltet, bekommt einen Platz ganz oben im Highscore und wird zum König der Bekloppten.

    Mein Neffe hofft, dass es heute doch weitergeht und Rammstein noch auftreten, die kamen gestern nämlich nicht mehr dran.


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  • Was für ein spannendes Wochenende!  Tolle Entscheidungen standen und stehen an: Wer gewinnt den ESC, wieviele Punkte bekommt Deutschland, wer gewinnt die Wahlen in NRW, und was schenkt man zum Muttertag?

    Bei näherem Hinsehen ist es dann doch nicht so spannend. Den ESC hat ein Portugiese gewonnen mit einem hübschen Lied, bei dem ich mich zuerst gefragt habe, wieso er denn  La vie en rose zitiert? Ach, das war kein Zitat, sondern einfach sein Lied? Na dann, Gratulation an Edith Piaf.

    La vie en rose et vert

     

    Bei den Punkten für Deutschland lag ich knapp daneben, ich hätte auf den letzten Platz getippt, aber es gab einen Spanier, der noch weniger Punkte hatte. Immerhin bekam Deutschland drei Punkte von der irischen Jury, beim jährlichen Auslosen der Mitleidspunkte für Deutschland hatten die also dieses Jahr verloren. Dazu kamen drei liebevolle Punkte vom Publikum.

    Und schon geht es wieder los: Was ist da schiefgegangen, obwohl die Sängerin doch alles richtig gemacht hat? Echt jetzt? Gut, sie hatte keine absurde Kostümierung an, deshalb wahrscheinlich doch nicht der letzte Platz. Aber ernsthaft, man erschafft einen Gesangshomunkulus mit einem Lied aus der Retorte und fragt sich, warum das nicht der Brüller war? Schickt doch einfach Helene Fischer, dann wissen wir endlich, ob dieser Schrott den Europäern mehr wert ist als fünf Punkte. (Gerade lese ich, dass der Spiegel auch das nicht für die Lösung hält. Ich auch nicht, aber dann wäre die Fischer-Frage doch mal geklärt.) (*1)

    Nach meiner fast richtigen Wahlprognose zum ESC nun eine Prognose zur NRW-Wahl. Auch ziemlich vorhersehbar, wir werden in Zukunft eine große Koalition haben, wahrscheinlich mit Armin Laschet als Ministerpräsident, aber das ist ziemlich ausgeglichen, ca. 30 / 30 %, es könnte also auch Hannelore Kraft werden. Grüne, Linke, AfD auch etwa gleichauf bei ca. 6 %. Der große Sieger wird die FDP, und nur sie kann eine GroKo verhindern (*2), aber dann müsste sie sich mit den Grünen zusammenraufen. Es ist so zum Gähnen, mich interessiert eigentlich nur, wer dann an der Schule herumbasteln darf. Die SPD hat vor 40 Jahren mal eine richtig gute Oberstufenreform geschafft, aber das war die gute alte Zeit, heute sind Doktorspielchen angesagt. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie besser nicht Ihre LehrerInnen und SchülerInnen!

    Also bleibt die einzige Frage von Belang: Was schenke ich zum Muttertag? Darauf habe ich keine intelligente Antwort.

    (*1) Inzwischen hat sich die Fischer-Frage wohl auch so geklärt, jedenfalls war das Publikum not amused, als sie in der Halbzeitpause bei einem Fußballspiel gesungen hat. Da mich weder Helene Fischer noch Fußball interessieren, habe ich nur die Überschriften gelesen, aber dort war von einem Pfeifkonzert die Rede. Immerhin schaffte diese banale Tatsache es ziemlich ausführlich in alle Medien.

    (*2) Genau das macht sie, die schlechte alte FDP ist so stark geworden, dass sie mit der CDU die Regierung bilden kann, weil die Linke es denkbar knapp verpasst hat, in den Landtag zu kommen. Das hat sich auch nach erneuter Auszählung von Stimmen nicht geändert. Versuchter Wahlbetrug an der AfD? Wie dämlich muss man sein, denen so eine Vorlage zu liefern?


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  • Am Sonntag dürfen wir in NRW auch endlich wählen, man hält die Spannung ja kaum noch aus, und trotzdem scheinen viele immer noch nicht zu wissen, was sie denn nun wählen sollen. Heute fragte eine kecke Studierende, was wir, also die Schulleiterin und ich, denn wählen würden. Über der Geschichte eines anderen Studierenden, was ihm der Wahl-o-mat empfohlen hatte, und der Frage, ob die Linke in den Landtag käme, blieb uns die Antwort erspart. Ich hätte auch gar nicht ehrlich antworten können.

    Ein ähnlich unentschlossenes Bild ergeben private Umfragen, diesmal scheint alles möglich, Linke wählen einen CDU-Direktkandidaten, grüne Stammwählerinnen bringen es nicht über sich, Silvia Löhrmann zu wählen, Hannelore Kraft ist auch nicht bei allen beliebt, Armin Laschet wird anscheinend immer beliebter. Irgendwie ist er ja auch mein Held, weil er mal einen großen Satz Klausuren verschludert hat. So geht Korrigieren doch viel schneller.

    Nochmal zurück zur französischen Präsidentschaftswahl. Wie mein persönlicher Wahlberichterstatter sagte: "Il y en a marre des votes dits utiles. Alors votons pour ceux aux idées sympas et non aux professionels passe-partout!"

    Er hat das auch gemacht und in beiden (!) Wahlgängen Nathalie Arthaud gewählt. Bisschen tricky, geht aber. Und das ist definitiv nicht utile.

    Gut, unter dem Aspekt fällt mir ein sympathischer junger Kandidat ein, der gerade Abitur im zweiten Bildungsweg macht, wobei er vermutlich erfolgreicher sein wird als seine Partei bei der Landtagswahl. Aber wie gesagt: "Alors votons pour ceux aux idées sympas et non aux professionels passe-partout!"

    Kandidatencheck

     

    PS: Der Rechtschreibfehler in Punkt 1 geht ganz sicher auf das Konto des WDR. Frechheit!

     

     

     


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  • Heute ist also die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahl*, mir ist eigentlich gar nicht bange darum, dass Macron Marine le Pen besiegt, das hat er auch schon in der ersten Runde getan.

    Votez!

     
    Das französische Gesetz, das es den Kandidaten untersagt, in den letzten beiden Tagen noch Wahlkampf zu machen, finde ich sehr sinnvoll, obwohl es für Macron gerade bitter erscheint, dass er sich zu den gehackten Dokumenten seines Wahlkampfteams nicht äußern darf. Es ist aber sicher ganz gut für ihn, dass er sich an der Twitter-Schlacht nicht beteiligt und auch Marine die Klappe halten muss. Dafür haben andere bereits bewiesen und dokumentiert, wie gefälschte Dokumente unter die echten gemischt wurden.

    Ob es nun aber Russen oder Amerikaner waren, die Marine un coup de main geben wollten, bleibt sich völlig gleich. Die Sprachbarriere bewirkt in diesem Fall Wunder, denn die schwachsinnigen Diskussionen auf Twitter finden in Englisch statt, viel auch auf Deutsch, einige fragten schon wehmütig, ob sich denn überhaupt Franzosen auf Macron.leaks aufhielten. Andererseits sind die geklauten Dokumente auf Französisch und von einer derartigen sachlichen Drögheit, dass die Meute damit inhaltlich nichts anfangen kann. Also ist man doch wieder auf Gerüchte, Vermutungen, Fakes und Fälschungen angewiesen, um sich selbst zu bestätigen.

    In Frankreich scheint man sich über die Anstrengungen und Anschuldigungen des rechten Anführers und Anstifters Jack Posobiec ohnehin eher zu amüsieren:
    "French mispelling ! Learn your French before trying to fake !!!"
    "Unfortunately for Jack here, French voters can read French "

    Wirklich problematisch finde ich, dass es anscheinend nicht wenige gibt, denen es letztlich egal ist, von einer rechtsextremen Präsidentin regiert zu werden, und das, obwohl sie sich für links halten.

    Ach ja, Marine, wenn es denn schon eine Frau sein sollte, bekäme doch wohl Merkel die Mehrheit.

    En marche les femmes!

     

     * Heute wird auch in Schleswig-Holstein gewählt, aber irgendwie hat das nicht die gleiche Strahlkraft wie die Präsidentschaftswahl in Frankreich. Désolée, Schwesterherz.


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  • Inspiriert von einem Artikel in der FAZ über den allgegenwärtigen Plastikstuhl, habe ich Betrachtungen zu meinen eigenen Monoblocs angestellt.

    endlich wieder SonneJa, auch die FAZ hat Freude an Banalitäten wie Mensaessen und eben Plastikstühlen, wobei sie das Thema dann ganz hoch hängt und regelrecht zelebriert. Na gut, ich weiß jetzt, wer den Stuhl aus einer Gussform erfunden hat, es war der französische Ingenieur Henry Massonnet aus Nurieux-Volognat, einem Dorf nahe der Schweizer Grenze. Er wurde damit reich und verkaufte sein Firma rechtzeitig, um sich in Südfrankreich niederzulassen. Ist ja klar, dass ein Franzose auf die Idee kommen musste, die sind für mich die Camping-Weltmeister und müssen auch vor Zelt oder Caravan ihre Tafel für ausgiebige Menüs aufbauen. Ach ja, und der Apéritif mit den Zeltnachbarn, man braucht einfach leichte, stapelbare Stühle.

    Balkon in KleveMeine ersten Monoblocs waren die ganz einfachen weißen, die ich in Kleve auf meinem Balkon hatte. Die sind extrem billig und geben irgendwann den Geist auf, indem mindestens ein Bein einknickt. Dann hatte ich lange Zeit die blauen, die meine Schwester nicht mit in den Umzugswagen nehmen wollte und mir für meine neue Terrasse schenkte. Nach vielen Jahren waren sie wirklich unansehnlich, aber überwiegend noch intakt. Ich habe jetzt auf meiner Lieblingsterrasse eine hölzerne Sitzgruppe, aber die Sonnenterrasse habe ich mit Metalltisch und Monoblocs ausgestattet. Der Katze gefällt es auch, sogar ohne Sitzkissen.

    Stühle müssen warm seinStühle sind auch Klettergerüste

     


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