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Par karinkornelia dans Katzen - Chats le 2 Mars 2012 à 12:41
Katzen-Smalltalk: Essen und Wetter. Wobei ich erfahrungsgemäß weiß, dass Bronson sich nicht viel aus Wetter macht, dafür mehr aus Essen. Er / Sie frisst auch bei strömendem Regen seine Schälchen leer und verlangt selbst bei -14 Grad kein Asyl im Haus. Allerdings hat er sich auf der Terrasse einen Karton als Unterschlupf hergerichtet.
Nun kam wieder eine Postkarte von Bronson an, gestempelt im Briefzentrum 46, das ist auch für uns zuständig, die Karte hat er also vielleicht hier um die Ecke bei Edeka in den Kasten geworfen. Jedenfalls hat er keine große Reise gemacht, denn zum Essen war er wie gewöhnlich hier.
Leider gab es keinen Fisch, obwohl heute Freitag ist, sondern die restlichen Spaghetti Bolognese von gestern. Da Bronson aber ganz offensichtlich nicht katholisch ist, hat er sie mit Genuss verspeist.
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Par karinkornelia dans Journal - Tagebuch le 20 Février 2012 à 11:24
So ist Karneval: Wenn du nicht zum Zug gehst, kommt der Zug zu dir.
Gerade geschehen. Vorm Haus ein Lärm, als käme der Kölner Rosenmontagszug durch, war aber doch nur ein Wagen: Stammtisch Unter den Eichen, Gaststädte Nägler. Da sieht man, welches Kaliber die Bocholter Wagen haben. Aber doch groß und laut, denn an Treckern und Anhängern mangelt es hier ja nicht. Übrigens fuhr er in die falsche Richtung, also gehe ich davon aus, dass erstmal das ganze Wohngebiet bespaßt wird, bevor man sich auf den Weg zum Berliner Platz macht.
Ein Motto gab es natürlich auch. Nein, nicht Alkohol, was ja angesichts des Standortes naheliegend wäre, sondern Schulden. Schulden - Schulden für wen? Hübsche Europafahnen um eine gigantische D-Mark gruppiert, an den Seiten auch noch ein paar Fünfzig-Pfennig-Stücke, schon hat man ein gelungenes Resumee der Stammtischgespräche unter den Eichen. Die Verkleidung der paar Männer, die neben dem Wagen herliefen: Natürlich ganz in Schwarz-Rot-Gelb, hatten sie die Klamotten noch von der Weltmeisterschaft? Oder ist das jetzt auch ein Kostüm, wenn man sich als Nationalflagge verkleidet? 
Es ist wie Impfstoff, eine kleine Dosis reicht, schon bin ich wieder immun.
Bronson ist übrigens auch kein Karnevalsjeck, er (sie) stand laut schimpfend im Garten, als die Beschallung näher kam. Oder habe ich das nur falsch verstanden und er wollte mitsingen? Ja, wenn man statt Kamellen Shebadöschen würfe!
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Par karinkornelia dans Lieux - Orte le 12 Février 2012 à 13:30

Seit es rattenkalt geworden ist, finde ich es hier auch nicht mehr so schön. Also auf nach Nizza, inzwischen ist es schon das dritte Mal, dass wir am Ende des Wintersemesters an die Côte d'Azur fliegen, um die neu erworbenen Fremdsprachenkenntnisse zu erproben.
Irgendwie ist es lustig, den Kindern vom Lande beim Staunen zuzusehen und sich daran zu erfreuen, dass man im Schnee nach Düsseldorf fliegt und sich am Flughafen in Nizza die Kleider vom Leib reißen muss. Leider war es dieses Jahr auch in Nizza nicht so warm wie sonst, aber der Temperaturunterschied betrug doch um die 20 Grad.
Morgens in Bocholt hatten wir einen Verlust zu beklagen, eine Studierende hatte das Semester wegen ihrer extremen Abwesenheit im Unterricht und bei Klausuren nicht geschafft und mochte nicht mitfahren.
Im Flugzeug musste niemand ausgerufen werden, keiner begann dort schon mit dem Alkoholkonsum, also alles bestens.
Auch der Himmel über Nizza war azurblau, niemand meckerte übers Zimmer, und außer zwei Schnarchnasen, die nicht zugehört hatten, wann wir in die Stadt gehen wollten, kamen alle mit.
Leider war die erste Nacht nicht so ruhig wie der erste Tag, weil es den Studierenden nicht beizubringen war, wie man Türen mit Hilfe der Klinke schließt. Meine Kollegin hörte also nachts jedes Knallen, ich dagegen bin im Schlaf immun gegegn Hintergrundgeräusche und konnte den nächsten Tag frisch und erholt beginnen.
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Par karinkornelia dans Lieux - Orte le 29 Janvier 2012 à 13:45
Was für eine Woche! Letzte Korrekturen, letzte Nachschreiber, Noten eintragen, Fehlstunden zählen, Lehrerkonferenz, Zeugniskonferenz, Zeugnisse kontrollieren und unterschreiben, zu allem Überfluss auch noch Unterricht. Nun ist es geschafft. Na ja, vielleicht gibt es doch noch eine, die am Wochenende weiter korrigiert und nächste Woche neue Zeugnisausdrucke fordert, weil ihre Noten falsch waren. Wenn man nicht gerade das Schulverwaltungsprogramm bearbeiten muss, macht es Spaß, am Geländer zu stehen und zuzuschauen, wie der Strudel des Chaos manche Studierenden und KollegInnen verschluckt. Leider spuckt er die meisten auch wieder aus, bis zum nächsten Mal.

Samstag also endlich das süße Gefühl von Freiheit. Und dichter Nebel auf der linken Rheinseite, deshalb blieb ich auf dieser Seite und fuhr nach Oberhausen, wo im Schloss Plakate von Keith Haring ausgestellt werden.
Rund um das Schloss alles dicht zugeparkt, entweder sind die Oberhausener sehr kulturbeflissen, oder irgendwo in der Nähe spielt RWO. Dachte ich. Es war aber so, dass die Menschen scharenweise in den Kaiserpark kamen, um dort ein bisschen Sonne zu genießen. Auch ich hatte das Vergnügen, weil ich einen Parkplatz am anderen Ende des Parks gefunden hatte. Die Ausstellung ist wirklich groß, erstreckt sich über alle Etagen des Schlosses und der Film ist in sich ein Zeitdokument.
Wäre da nicht eine Vollsperrung der A3 ab Samstag Nachmittag gewesen, hätte ich ein chaosfreies Wochenende verbringen können. So aber war der Strudel wieder am Werk und sog so manches Auto mit gelbem Nummernschild ein. Zum Glück habe ich ein Navi und die Option, Autobahnen auszuschließen von der Route. Nun weiß ich es: Zwischen Oberhausen und Dinslaken liegt das Niemandsland, die Einöde, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Beziehungsweise nicht der Arsch der Welt, sondern der der Eule, "Am Uhlensterz", wo sich vermutlich die Nachtvögel mit einem freundlichen UHU begrüßen.
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Par karinkornelia dans Journal - Tagebuch le 27 Janvier 2012 à 21:50
Wie auf Kommando blühten am 25. Januar alle möglichen Krokusse in meinem Garten. Am Tag vorher war da noch keine einzige Blüte. Woher wissen die das? Unterirdisches Kommunikationssystem?
Es muss der Frühling sein. Und den erkläre ich hiermit für begonnen. Winter adé!
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