• Für ein paar Dinge ist Amazon wirklich gut, zum Beispiel für Kindle, Audible und Filme auf Prime. Bücher kaufe ich nur in meiner Buchhandlung, aber die Angaben von Amazon zur ISBN sind recht nützlich, so geht das Bestellen bei der Buchhändlerin schneller.

    Manchmal bestelle ich auch Dinge bei Amazon, an die ich hier nicht so einfach rankomme. Aber bei den letzten Bestellungen habe ich mich über die Art bzw. Abart der Lieferung derart geärgert, dass ich eigentlich überhaupt nicht mehr dort einkaufen wollte. Denn Amazon ist dazu übergegangen, nicht mehr mit DHL zu versenden, was bei mir zuverlässig ankommt, sondern seinen eigenen Logistikdienst zu verwenden.

    Die Sendungsnachverfolgung ist dann konstant bei der Aussage "Zustellung bis 21 Uhr". Das haben sie heute tatsächlich geschafft, um 20.15 Uhr klingelte ein Amazonwortkarger, erbarmungswürdig magerer Mensch an meiner Tür und drückte mir eine Tüte in die Hand. Ich habe dann von der Terrasse aus noch gesehen, dass er in einen weißen Lieferwagen ohne jegliche Beschriftung, jedoch mit einer dicken Beule in der hinteren Tür einstieg. Ich kann mich diesmal ja nicht beklagen, die Sendung kam vor 21 Uhr, war unbeschädigt und der Fahrer hat geklingelt. Und dennoch habe ich ein ganz übles Gefühl, ich will nicht bis in den späten Abend auf eine Lieferung warten, zumal ich da ja selbst häufig arbeite. Und der Fahrer tat mir auch leid, immerhin hat er sich über das Trinkgeld gefreut.

    Im Ernst, wieso liefern die so spät aus? Beliefert dieser eine Mensch die ganze Region oder muss er über Tag arbeiten und kann erst abends? Im Internet habe ich einen Artikel über Amazons Lieferdienst gefunden, der sich im Wesentlichen auf das Wunschdenken von Amazon stützt. Die Kommentare darunter geben dann die Realität wieder. So wie diese Kommentatoren werde ich es in Zukunft auch machen. Wenn bei der Bestellung nicht DHL angegeben wird, storniere ich direkt wieder. Es ist so wie in manchen Läden, wo man sich seine Waren zusammensucht und dann doch einfach ohne Einkauf rausgeht, weil die Schlange an der Kasse so lang ist.


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  • Gestern Abend begannen meine Herbstferien, genau um 21 Uhr. Gutgelaunt fuhr ich von der Schule nach Hause und kam durch die Herzogstraße, die zu der Zeit eigentlich ganz angenehm zu befahren ist, während sich dort morgens hunderte von SchülerInnen zu Fuß und zu Fahrrad tummeln, man muss höllisch aufpassen, dass einem keine und keiner vors Auto springt. Und KollegInnen möchte man ja auch nicht überfahren. Gestern Abend jedoch bot sich ein ungewöhnliches Schauspiel, die Polizei hatte ein größeres Quadrat abgesperrt und alle Ecken mit Wagen gesichert, es standen zahlreiche Polizisten dort, vielfach in schwarzen Uniformen. Zuerst dachte ich, man hätte vielleicht eine Bombe gefunden, alte oder neue, aber dann hätte man ja nicht durch die Straße fahren können.

    Wie ich dann bald erfuhr, hatte sich dort ein heftiger Familienstreit ereignet, die Polizei wurde gerufen, weil ein Mann völlig ausgerastet sei. Als die Polizei kam, die übrigens nur eine Minute entfernt ihre Hauptwache hat, griff der Mann mit einem Hammer an und wurde durch den Schuss aus einer Polizeiwaffe schwer verletzt. Ich las gerade in einem befreundeten Blog etwas über Notwehr, das war es wohl hier. Der Verletzte kam ins Krankenhaus, aber warum blieb das Polizeiaufgebot danach bestehen? Gibt es in der Familie vielleicht noch mehr waffentaugliche Haushaltsgeräte und Werkzeuge? Man wird es erfahren, in Bocholt bleibt nichts unentdeckt.

     Sortiment eines Haushaltswarenladens in Bremen


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  • Der Abschied von Rhodos fiel mir nicht leicht, Griechenland ist ein tolles Land und Rhodos eine tolle Insel. Zum Glück ist es zu Hause auch noch sommerlich warm, und ich bin froh, wieder meinen Computer zu haben, wenn ich was schreiben möchte. Trotzdem muss ich das iPad loben, es ersetzt doch recht gut einen Computer, auch die Fotos und Videos sind von hoher Qualität, ich mag das Ding bloß nicht mit mir herumtragen.

    Ich habe mich diesmal bewusst für ein Hotel in Rhodos Stadt entschieden, weil ich die Altstadt so toll finde und dort mehr Zeit verbringen wollte. Die Altstadt von Rhodos gehört seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe und besteht aus mittelalterlichen Bauten der Johanniter-Kreuzritter, aus Gebäuden und Moscheen der osmanischen Zeit und aus den Bauwerken der Italiener, die zwar nicht lange auf der Insel waren, aber doch eine Menge hinterlassen und restauriert haben. Auch antike Ausgrabungen sind an einigen Stellen zu sehen.

    Leider ist vom Viertel der sephardischen Juden außer einer Synagoge kaum etwas übrig geblieben, es fiel den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer, die Menschen wurden deportiert und ermordet, wenn sie nicht rechtzeitig ausgewandert oder geflohen waren.


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  • Mein BalkonIch musste meine kleine Frankreichrevue unterbrechen und noch einmal in die Sonne fahren. Nun bin ich auf Rhodos und habe wieder viele Fotos, Allerdings sind die nicht auf dem Tablet, weil ich das zu umständlich finde. Nur vom Balkon herunter kann ich schnell mal ein Foto machen, deshalb gibt es hier gerade eine Balkonreihe

    Es ist aber auch interessant, was sich da auf der kleinen Straße abspielt. Gestern zum Beispiel sah ich einen jungen Mann, der wohl im Laden gegenüber arbeitet, wie er in Richtung Park ging, dicht gefolgt von einer Katze. Ich kenne das ja von zu Hause, sie trauen uns einfach nicht zu, den richtigen Weg allein zu finden. An der Ecke öffnete er dann so eine Schale Katzenfutter, wie sie auch die Frühstückskatze jeden Morgen von mir bekommt.  Bon Appétit!

    Ich finde es sowieso sehr nett, wie hier die Katzen umsorgt werden, auch jede Menge Postkarten mit Katzen gibt es. 


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  • Sonnenaufgang


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  • Vollmond in Rhodos


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  • Beschirmte Passage in CarpentrasAn Carpentras habe ich sehr gemischte Erinnerungen. Einerseits ist es eine schöne Stadt mit einem Bahnhof, von dem aus man nach Avignon fahren kann, wo dann Züge in alle Richtungen gehen, andererseits hatte ich dort im Frühjahr die erste Platanen an allen Plätzen und Straßenallergische Attacke meines Lebens, als die Platanen blühten. Wer hätte das gedacht, ich, die ich gegen gar nichts allergisch bin, Pollen, Katzenhaare und Staub einatme ohne die geringste Reaktion, bekam bereits auf dem Parkplatz den ersten Hustenanfall. Das ganze steigerte sich zu starkem Husten, laufender Nase und tränenden Augen, so dass ich irgendwann fluchtartig die Stadt verlassen musste, ohne die schöne Synagoge besichtigen zu können. Das war im Frühling, und auch ohne eine Bibliothek une Museum L'InguimbertineExpertenanalyse sind Ildikoo und ich uns sicher, dass es die Platanen waren. Jetzt im Sommer blühten die Platanen nicht mehr, also konnte ich die Stadt in Ruhe betrachten. Allerdings an einem Samstag, das heißt Sabbat, wo die Synagoge natürlich nicht zu besichtigen war. Für Carpentras habe ich also noch eine To-do-Liste: Synagoge und Bibliothek.


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