• Auf dem Dach der BundeskunsthalleAuf den 21. Mai in Bonn hatte ich mich schon lange gefreut. Mal wieder Orte besuchen, an denen ich mal gewohnt oder studiert habe, Freunde und Bruder treffen und natürlich eine wunderbare Ausstellung über Fürst Pückler in der Bundeskunsthalle besuchen. Der Dachgarten mag keine Reproduktion Pücklerscher Gärten sein, schön ist es aber trotzdem, dort zwischen Blumen zu spazieren und in Augenhöhe auf den Post-Tower und das UNESCO-Gebäude zu schauen.

    Die Ausstellung war in der Tat sehr sehenswert, auch das Treffen mit lieben FreundInnen und Bekannten tat gut, schade nur, dass eine fehlte, weil sie zur Zeit eine anstrengende Behandlung durchmacht.

    Der gute Bruder verbrachte den Tag allerdings auf dem Flohmarkt in der Rheinaue, das wäre in der Tat auch für mich ein Highlight wesen, aber man kann nicht alles haben. Die Rheinaue ist schon Tagesprogramm, auch wenn man nichts verkauft. Und traditionell scheint die Sonne am Flohmarktsamstag, keine Ahnung, wie Bonn das hinkriegt. Nach dem Wochenende kann man am Sonnenbrand meist erkennen, wer auf dem Flohmarkt war.

    Abends machte ich noch einen Abstecher nach Bad Godesberg, wo ich zweimal im Villenviertel gewohnt habe. Gerade um die Ecke von der Dürenstraße stieß ich dann auf den Ort, an dem kürzlich ein Jugendlicher getötet wurde, eine sinnlose Brutalität, die wohl viele Menschen schockiert. An der Stelle habe sie Blumen, Kerzen und Briefe abgelegt, die Eltern stellten ein Holzkreuz auf. Genau an diesem Samstag, auf den ich mich lange gefreut hatte, wurde Niklas beerdigt.

    General Anzeíger vom 21.5.16


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  • Ein langer Tag mit Höhen und Tiefen, aber dann: Eurovision Song Contest 2016.

    Das ist in keiner Weise meine Musik, beim Schnelldurchlauf am Ende denke ich, das hört sich stellenweise so an, als sei es immer das gleiche Lied. Aber trotzdem schaue ich mir das Schauspiel an und stelle meine Theorien zum Siegertitel an.

    Um 23.16 UhrLasst die Spiele beginnen und die Puppen tanzen!

    Deutschland: Natürlich irgendwo ganz am Ende der Platzierungen, aber mal wieder so klar. Sie können es nicht lassen, schwache Stimmen in absurden Verkleidungen loszuschicken. Alle anderen Sängerinnen und die meisten Sänger sehen aus wie schöne Menschen, nur das deutsche Mädchen trägt eine Art Gartenzwergkostüm. Warum?????

    Wer verdient den Sieg? Russland. Superprofessionell.

    Wer wird siegen? Vermutlich Schweden.

    Für wen würde ich anrufen, wenn ich jemals für eine Fernsehsendung anriefe? Vielleicht für Zypern, die Jungs sind nicht so weichgewaschen wie die anderen, aber na ja. Oder Italien, nettes Mädchen, das eine Avocado aus einem Kern gezogen hat und die mit auf die Bühne bringt.

    Und Frankreich? Ach, netter Typ, nette Vita, aber ach nö.

    Einziges Lied ganz auf Französisch? Österreich. Echt! Aber das ist wie von der CD "Die schönsten französischen Schlager der 60er und 70er". Und dieses Kleid in Altrosa aus den 50ern.

    Schönstes Kleid: Kroatien. Ein tragbares UFO, toll.

    Beste Frisur: Israel. Unbeschreiblich.

    Schönster Mann: Der Moderator.

    Originellste Europäer: Australien

     Tochter aus Elysium

     

     

     

     

    23.38 Uhr

    Der Moderator hat sich umgezogen und sein Hemd geöffnet. Der Abend hat sich jetzt definitiv gelohnt.

    23.41 Uhr

    Mist, er hat sich wieder angezogen.

    23.46 Uhr

    Der Moderator singt. Und jetzt darf man nicht mehr anrufen, das ist doch blöd, der würde glatt gewinnen.
    Ach, der hat letztes Jahr gewonnen? Na und? Der schöne Mann heißt Selma Lagerlöf oder so ähnlich, Måns Zelmerlöw.

     23.56 Uhr

    Der deutsche Sprecher ist begeistert, Deutschland hat jetzt einen Punkt.

    Und nun die übliche Leier, der deutsche Sprecher wittert überall Nachbarschaftshilfe und alte Seilschaften bei der Punktevergabe. Hmm, das erklärt einiges, schließlich hat Deutschland ja keine Nachbarn und Freunde in Europa. Und er hofft nun auf die Publikumspunkte, wenn er sich da mal nicht täuscht.

    00.02 Uhr

    Frankreich gibt Italien 12 Punkte, bestimmt wegen der Avocado. Deutschland hat immer noch one point. Letzter Platz, wen wundert es. Die anderen haben sich doch zusammengesetzt und ausgelost, wer Deutschland den einen Anstandspunkt geben muss. Wer war eigentlich der Verlierer? Hab ich nicht mitbekommen.

    00.15 Uhr

    Wie schön war der Moment, als der deutsche Ton zusammenbrach. Aber dann kam der Sprecher übers Telefon wieder um redundanten Quatsch in schlechter Tonqualität zu reden. Wieso konnte man dem Mann nicht heute Abend frei geben?

    Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren

     00.26 Uhr

    Der Sprecher ist ganz aufgekratzt, jetzt, jetzt, Punkte vom Publikum.

    Whowwwwwwwww, 10 Punkte für Deutschland.  Er rafft es endlich, dass Deutschland den letzten Platz macht. Schlaues Kerlchen, wenn es doch nur aufhören würde zu reden.

     

    And the winner is: Ukraine. Das Publikum allerdings hat Russland die meisten Punkte gegeben, auch das deutsche. 


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  • 8. Mai in Kleve, sommerliche Temperaturen und frisches Grün überall.

     Insel der Seeligen
     
     Ganz hinten das Museum Kurhaus

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  • Der Mai, ach ja, der Mai, der Wonnemonat, der Marienmonat, Monat der langen Wochenenden, der einzige Monat mit eigenen Käfern und Blumen, die seinen Namen tragen, beginnend mit dem Tag der Arbeit, den jeder auf seine Art begeht. Randale in Hamburg, Maibäumchen-wechsel-dich in Köln, Marienwallfahrt in Kevelaer.

    Basilika  Basilika  Gnadenkapelle 

    Und tatsächlich ist das Wunder passiert, nach einer Winterwoche Ende April war es am 1. Mai plötzlich warm, gestern haben wir draußen im Café gesessen und die Sonne genossen, in Jacke zwar, aber nicht frierend.

     Basilika Mutter Teresa  Hostienbäckerei 

    Und weil es doch Kevelaer war und heiliges Jahr und Wallfahrt, waren auch die Geschäfte geöffnet für diejenigen, die Kerzen und Kreuze kaufen wollten.
    Nächstes Mal hole ich mir dann was in der Hostienbäckerei.

     


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