• Der Abschied von Rhodos fiel mir nicht leicht, Griechenland ist ein tolles Land und Rhodos eine tolle Insel. Zum Glück ist es zu Hause auch noch sommerlich warm, und ich bin froh, wieder meinen Computer zu haben, wenn ich was schreiben möchte. Trotzdem muss ich das iPad loben, es ersetzt doch recht gut einen Computer, auch die Fotos und Videos sind von hoher Qualität, ich mag das Ding bloß nicht mit mir herumtragen.

    Ich habe mich diesmal bewusst für ein Hotel in Rhodos Stadt entschieden, weil ich die Altstadt so toll finde und dort mehr Zeit verbringen wollte. Die Altstadt von Rhodos gehört seit 1988 zum UNESCO Weltkulturerbe und besteht aus mittelalterlichen Bauten der Johanniter-Kreuzritter, aus Gebäuden und Moscheen der osmanischen Zeit und aus den Bauwerken der Italiener, die zwar nicht lange auf der Insel waren, aber doch eine Menge hinterlassen und restauriert haben. Auch antike Ausgrabungen sind an einigen Stellen zu sehen.

    Leider ist vom Viertel der sephardischen Juden außer einer Synagoge kaum etwas übrig geblieben, es fiel den Bomben des 2. Weltkrieges zum Opfer, die Menschen wurden deportiert und ermordet, wenn sie nicht rechtzeitig ausgewandert oder geflohen waren.


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  • Mein BalkonIch musste meine kleine Frankreichrevue unterbrechen und noch einmal in die Sonne fahren. Nun bin ich auf Rhodos und habe wieder viele Fotos, Allerdings sind die nicht auf dem Tablet, weil ich das zu umständlich finde. Nur vom Balkon herunter kann ich schnell mal ein Foto machen, deshalb gibt es hier gerade eine Balkonreihe

    Es ist aber auch interessant, was sich da auf der kleinen Straße abspielt. Gestern zum Beispiel sah ich einen jungen Mann, der wohl im Laden gegenüber arbeitet, wie er in Richtung Park ging, dicht gefolgt von einer Katze. Ich kenne das ja von zu Hause, sie trauen uns einfach nicht zu, den richtigen Weg allein zu finden. An der Ecke öffnete er dann so eine Schale Katzenfutter, wie sie auch die Frühstückskatze jeden Morgen von mir bekommt.  Bon Appétit!

    Ich finde es sowieso sehr nett, wie hier die Katzen umsorgt werden, auch jede Menge Postkarten mit Katzen gibt es. 


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  • Sonnenaufgang


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  • Vollmond in Rhodos


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  • Beschirmte Passage in CarpentrasAn Carpentras habe ich sehr gemischte Erinnerungen. Einerseits ist es eine schöne Stadt mit einem Bahnhof, von dem aus man nach Avignon fahren kann, wo dann Züge in alle Richtungen gehen, andererseits hatte ich dort im Frühjahr die erste Platanen an allen Plätzen und Straßenallergische Attacke meines Lebens, als die Platanen blühten. Wer hätte das gedacht, ich, die ich gegen gar nichts allergisch bin, Pollen, Katzenhaare und Staub einatme ohne die geringste Reaktion, bekam bereits auf dem Parkplatz den ersten Hustenanfall. Das ganze steigerte sich zu starkem Husten, laufender Nase und tränenden Augen, so dass ich irgendwann fluchtartig die Stadt verlassen musste, ohne die schöne Synagoge besichtigen zu können. Das war im Frühling, und auch ohne eine Bibliothek une Museum L'InguimbertineExpertenanalyse sind Ildikoo und ich uns sicher, dass es die Platanen waren. Jetzt im Sommer blühten die Platanen nicht mehr, also konnte ich die Stadt in Ruhe betrachten. Allerdings an einem Samstag, das heißt Sabbat, wo die Synagoge natürlich nicht zu besichtigen war. Für Carpentras habe ich also noch eine To-do-Liste: Synagoge und Bibliothek.


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  • "Ein Sommer in der Provence" ist ein Film mit Jean Reno, in dem auch die provençalische Landschaft mitspielt. Ich würde die Provence auf jeden Fall für einen Oskar nominieren und immer wieder dieses herrliche Freiluftkino besuchen.

    In diesem Jahr habe ich meinen Urlaub dort in Caromb begonnen und bin dann mit dem Zug noch ein bisschen herumgefahren. Da ich von der Reise genügend Fotos für den ganzen Winter mitgebracht habe, kann ich ja nun gemächlich schreiben und in Caromb beginnen.

    Marché du mardi

    Der Name Caromb basiert auf der Vorsilbe Car-, die Stein bedeutet, in der Tat hat man hier bearbeitete Steine aus prähistorischer Zeit gefunden, die auf einen Steinbruch hindeuten. Auch antike Fundstücke wie eine Apollostatue gibt es, heute ist davon nichts zu sehen, das Städtchen wirkt eher mittelalterlich. Was für mich zuerst ins Auge fällt, ist die schöne Zufahrtsstraße aus Richtung Carpentras, wo sich der nächste Bahnhof befindet. Dann der Beffroi, der Glockenturm mit seiner filigranen Spitze, die Kirche Saint Maurice, der Blick auf den Mont Ventoux und die alten Häuser mit ihren dicken Steinmauern, in denen es auch in der größten Hitze kühl bleibt. Der Ort hat nicht ganz 4000 ständige Einwohner, dennoch fallen die Touristen nicht wirklich auf, hier ist man doch weit weg von chinesischen Reisegruppen, die sich eher im nahegelegenen Avignon vergnügen.

    Blick aus der ersten Etage auf den Beffroi


    Eine kleine Gratiswerbung für meine liebe Freundin Ildikoo, bei der ich wohnen konnte: Ihr Haus ist für Touristen zu vermieten, groß genug für sechs Leute mit mehreren Schlafzimmern, zwei Duschen, Toiletten, einer großen Küche, riesigem Wohnzimmer und einer Dachterrasse, auf der man auch sehr schön sitzen und über die Landschaft blicken kann. Und man wohnt hier viel günstiger als im Hotel, sogar schon bei zwei Personen. Ich durfte umsonst im kühlen Parterre wohnen, der einzigen Etage, in der man keinen  WLAN-Empfang hat, wo es aber richtig angenehm ist, an den ganz heißen Tagen haben wir uns unten in die Halle gesetzt und die Haustür geöffnet, um auf die Gasse vorm Haus zu sehen. Viele Menschen kommen da nicht vorbei, aber man fühlt sich doch mitten im Geschehen. Dazu ein Glas Ventoux, perfekter Abend!


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