• Freud und Leid

    Auf dem Dach der BundeskunsthalleAuf den 21. Mai in Bonn hatte ich mich schon lange gefreut. Mal wieder Orte besuchen, an denen ich mal gewohnt oder studiert habe, Freunde und Bruder treffen und natürlich eine wunderbare Ausstellung über Fürst Pückler in der Bundeskunsthalle besuchen. Der Dachgarten mag keine Reproduktion Pücklerscher Gärten sein, schön ist es aber trotzdem, dort zwischen Blumen zu spazieren und in Augenhöhe auf den Post-Tower und das UNESCO-Gebäude zu schauen.

    Die Ausstellung war in der Tat sehr sehenswert, auch das Treffen mit lieben FreundInnen und Bekannten tat gut, schade nur, dass eine fehlte, weil sie zur Zeit eine anstrengende Behandlung durchmacht.

    Der gute Bruder verbrachte den Tag allerdings auf dem Flohmarkt in der Rheinaue, das wäre in der Tat auch für mich ein Highlight wesen, aber man kann nicht alles haben. Die Rheinaue ist schon Tagesprogramm, auch wenn man nichts verkauft. Und traditionell scheint die Sonne am Flohmarktsamstag, keine Ahnung, wie Bonn das hinkriegt. Nach dem Wochenende kann man am Sonnenbrand meist erkennen, wer auf dem Flohmarkt war.

    Abends machte ich noch einen Abstecher nach Bad Godesberg, wo ich zweimal im Villenviertel gewohnt habe. Gerade um die Ecke von der Dürenstraße stieß ich dann auf den Ort, an dem kürzlich ein Jugendlicher getötet wurde, eine sinnlose Brutalität, die wohl viele Menschen schockiert. An der Stelle habe sie Blumen, Kerzen und Briefe abgelegt, die Eltern stellten ein Holzkreuz auf. Genau an diesem Samstag, auf den ich mich lange gefreut hatte, wurde Niklas beerdigt.

    General Anzeíger vom 21.5.16


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