• AdventskalenderWas ist das mit dem Montag Abend? Ich habe im ersten Block Unterricht in Borken, und genau dann, wenn ich losfahren muss, beginnt das Schneechaos. Das geht nun schon seit Ende November so. Ich bin doch nicht in Kanada!

    AdventskalenderGestern fielen ganz sanft die ersten Flocken, als ich zum Auto ging, es begann harmlos. Leider hörte es dann aber nicht mehr auf zu schneien, und in Borken ging gar nichts mehr, ich stand die meiste Zeit. Zum ersten Mal gab es sogar schneefrei im letzten Block, den ich natürlich ohnehin frei habe. Bei meinem Glück findet heute der Unterricht planmäßig statt, aber um 22.15 herrscht dann wieder wildes Schneetreiben. Und den blöden Weg vor meinem Garten kann ich auch noch mitten in der Nacht räumen, damit die Hundebesitzer nicht hinfallen, wenn sie ihre Lieblinge an meinen Zaun pinkeln lassen. Oder Schlimmeres.

    Nachtrag:
    Es gab gestern kein Schneetreiben mehr, es fuhr sich ganz entspannt. Und im Stadtwald hatte ich ein vorweihnachtliches Erlebnis. Während ich durch den verschneiten Wald fuhr, gingen vor mir zwei Rehe über die Straße. Nicht hektisch oder gefährlich, nein, ganz ruhig wie routinierte Fußgänger, die vom Feld in den Wald wollen. Das hatte ich noch nie gesehen und fand es wirklich schön. Wer weiß, vielleicht sehe ich nächten Montag doch noch ein Rentier.


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  • AdventskalenderSo, nun hat sich das mit dem Schneelaufen auch erledigt, es taut und nieselt zwischendurch sogar. Man kann nur noch im Schneematsch herumlaufen. Sollte der aber überfrieren, dann haben wir morgen eine richtig dicke Glatteisschicht. Adventskalender


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  • Adventskalender

     

    Bocholts Weihnachtsmarkt hat keine echte Tradition, in den letzten Jahren sah ich höchstens mal ein paar Buden mit Bonbons, aber angeblich holt Bocholt jetzt mächtig auf. Es gibt wieder einen veritablen Weihnachtsmarkt. Da ich Bocholt und seine freundlichen Bewohner ja nun schon eine Weile kenne, war mir klar, dass es auf dem Weihnachtsmarkt eigentlich nur um Essen und besonders Trinken gehen kann. Heute wollte ich es genau wissen und verabredete mich mit einer ehemaligen Kollegin, um gemeinsam den Weihnachtsmarkt zu inspizieren. Und was soll ich sagen, Geschenke hätte man nicht wirklich kaufen können, aber hungern und dürsten musste niemand.
    Was ich aber richtig schön und weihnachtlich finde, ist die Beleuchtung des alten Rathauses als Adventskalender. Und am 24. Dezember wird der prachtvolle Erker illuminiert.
    Weniger schön ist im Moment das Fahren und Schneeschippen, sobald man aber Auto und Schaufel sich selbst überlässt, macht es wirklich Spaß, im Schnee herumzustapfen.

    Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag an Barbara (Schwester) und Barbara (Freundin)!!


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  • Ich habe vorhin erfahren, dass die Welt um einen Knaben reicher ist, der kleine Phillipp ist heute geboren.

    Herzlichen Glückwunsch an Sieglinde und Matthias sowie alle stolzen Groß- und Urgroßeltern!

     


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  • Vues personnelles - AnsichtenVues personnelles - Ansichten

    Laut Wetterbericht soll es diese Woche noch rattenkalt werden und schneien. Verdammt, wo bleibt denn die globale Erwärmung? Aber heute scheint die Sonne, und ein Spaziergang im Garten beweist, dass ich nicht die einzige bin, die  keine Lust auf Winter hat. Ein paar ganz tapfere Pflanzen wie Brombeeren und Nachtkerzen tragen neue Blüten, die Kapuzinerkresse behält ihre Blüten weitgehend und auch die Rosen sind noch nicht ganz verblüht. Meine Helden sind aber die Himbeeren, die unbeirrt neue Blüten und Früchte hervorbringen. Ich hoffe, dass ich auch im Dezember noch frisches Obst haben werde.

    Vues personnelles - AnsichtenSo, leider muss ich jetzt wieder korrigieren, aber ich wollte doch den Nebel lichten und ein bisschen Optimismus verbreiten.

    Vues personnelles - AnsichtenAnfang Februar fahre ich nach Nizza, Palmen im Winter sind auch eine gute Therapie gegen Winterdepressionen. Obwohl ich damit gar nicht zu kämpfen habe, mich deprimiert nur, dass schon vor dem ersten Advent alles mit Kerzen und Kitsch zugemüllt wird. Freitag habe ich mir schwarze Christbaumkugeln gekauft, oh du fröhliche!Vues personnelles - Ansichten

     

     


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  • Vues personnelles - AnsichtenKürzlich habt ihr mich als "Bocholterin" bezeichnet, nur weil ich das hiesige Müllentsorgungskonzept gelobt habe. Aber wenn schon Landei, dann bin ich bitte sehr ein Klever Ei.

    Vues personnelles - AnsichtenGestern war ich im Bocholter Stadtmuseum, zum ersten Mal überhaupt. Nein, ich bin keine Kunst- und Museumsverächterin, meine liebe Kollegin A. nennt mich sogar familienintern die "Kunst-Karin". Das soll wohl kein Kompliment sein, aber ich nehme es trotzdem so.
    Gut, ich wäre auch in den nächsten Jahrzehnten nicht ins Stadtmuseum gegangen, aber ich habe mich kürzlich ein bisschen mit der Wandmalerei im Treppenhaus unserer Schule beschäftigt und erfahren, dass sie von Rudolf Esser, einem Bocholter Maler und Kunsterzieher, stammt und dort 1953 zur Eröffnung der Schule angefertigt wurde. Und im Stadtmuseum soll es Bilder von ihm geben. So ist es tatsächlich.
    Vues personnelles - AnsichtenVues personnelles - AnsichtenIn einer langweiligen Mischung von Exponaten gibt es ein paar Perlen, so Originale von Israhel van Meckenem.
    Viel interessanter als die Ausstellung fand ich jedoch die Menschen, die sich dort befanden. Um es gleich zu sagen, außer mir gab es keine Besucher. Das muss wohl der Normalzustand sein, denn als ich gegen 17 Uhr kam, fragte die Dame hinter der Kassentheke mich mit einem Tonfall zwischen barsch und erstaunt:"Kann ich Ihnen helfen?" Als ich sagte, ich wolle das Museum sehen, ging ihr Blick sofort zur Uhr an der Wand gegenüber. Aber da das Museum erst um 18 Uhr schließt, musste sie mir wohl eine Karte verkaufen. Danach wurde sie auch etwas netter und erklärte mir die Ausstattung der Stockwerke. Auch das Fotographieren erlaubte sie mir ausdrücklich.
    Vues personnelles - AnsichtenAußer uns beiden gab es noch eine Dame, von der ich erst zu Hause am Internet begriff, dass sie wohl den Museumsshop betreut. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass der Raum ein solcher sein sollte. Und schließlich gab es noch einen alten Mann, der mit einem Telefonhörer an der Kassentheke stand. Das musste ein echter Bocholter sein, denn ich konnte sein Telefongespräch in voller Länge mithören, egal, wo ich mich befand. Bocholter sprechen extrem laut, finde ich.
    Das Telefongespräch wurde also öffentlich geführt, und ich will es hier wiedergeben. Er rief nämlich die Polizei an, weil vor dem Stadtmuseum ein Auto mit Weseler Kennzeichen geparkt war, und zwar entgegen der Fahrtrichtung, zum Teil auf dem Radweg und das seit Stunden. Vier Straftatbestände, die ein schnelles Einschreiten der Staatsmacht erforderten. Die sträubte sich aber offensichtlich und stellte quengelige Fragen, wie aus seinen Antworten zu entnehmen war. "Ob er akut behindert? Das weiß ich jetzt nicht, aber er parkt entgegen der Fahrtrichtung." "Nein, das Kennzeichen kann ich hier vom Fenster aus nicht sehen, aber das sehen Sie ja, wenn Sie einen Wagen vorbeischicken." Schließlich wurde er ungehalten, betonte mehrmals die falsche Fahrtrichtung, die also offensichtlich das größte Vergehen darstellte, und drohte damit, in Zukunft nicht mehr anzurufen, wenn sich keiner um seine Beschwerden kümmerte. Autsch, das saß! Als er auflegte, regten er und die Kassendame sich noch eine ganze Weile lautstark darüber auf, dass die Polizei keine Lust habe, am Sonntag zu arbeiten und gefähliche Verbrechen wie das Parken gegen die Fahrtrichtung mit Weseler Kennzeichen zu ahnden.
    Vues personnelles - AnsichtenSpäter sah ich vom ersten Stock aus auf die Straße und entdeckte dort einen Kleinwagen mit Weseler Kennzeichen, der in Fahrtrichtung so parkte, dass seine Reifen den Radweg nicht berührten. Entweder hatte der alte Mann also nicht die Fahrtrichtung erkannt, oder die Polizei hatte den Fahrer gefunden und ihm empfohlen, sich so umzuparken, dass er keine Regeln verletzte, aber den Hilfssheriff des Stadtmuseums dennoch ärgern konnte.


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  • Vues personnelles - AnsichtenDer November ist ein schauriges Ding zwischen dem goldenen, fruchtbringenden Oktober und dem weißen, winterlich-weihnachtlichen Dezember.

    Vues personnelles - AnsichtenEingeleitet wird er mit Halloween, dem Vorabend zu Allerheiligen, und ab da geht es munter weiter mit den Friedhofsspaziergängen im Nebel. Vues personnelles - Ansichten

     

    Ich mag den November, finde ihn so herrlich unkitschig, man gönnt uns eine Pause zwischen Federweißem und Glühwein, Weinfesten und Weihnachtsfeiern.
    Man kann seiner Melancholie frönen und sich auch mal eine temporäre Depression oder gar Todessehnsucht gönnen.

    Vues personnelles - AnsichtenIch beneide niemanden, den sein Heimatklima im November zu Sonnenschein und Regenfreiheit zwingt. Mein niederrheinisches Heimatklima dagegen liefert die perfekte Kulisse zur dreißigtägigen Inszenierung des Stücks "November".

     

     

     

     

     


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