• Amies et Amis - Freundinnen und FreundeAmies et Amis - Freundinnen und FreundeAmies et Amis - Freundinnen und FreundeHeute ist mal wieder ein Datum, das mich in Extase versetzt: 20.10.2010.
    Nun warte ich ganz gespannt, was wohl um 20.10 Uhr passiert. Ach ja, die Uhr springt um.

     

    Was heute so passiert ist: Ich stand bei strahlendem Sonnenschein auf, zwischendurch kam auch mal ein Schauer runter, inzwischen sieht es etwas unentschlossen mit positiver Tendenz aus. Amies et Amis - Freundinnen und FreundeGenau wie der Garten. Der Kirschbaum verliert jahreszeitengemäß seine Blätter, wohingegen die Rosen neue Blüten ansetzten und ich täglich frische Himbeeren ernte. Amies et Amis - Freundinnen und Freunde

     

     

     

     Amies et Amis - Freundinnen und FreundeMeinen Liegestuhl werde ich wohl dieses Jahr nicht mehr brauchen, aber mein kleines privates Kanada bereitet mir viel Freude mit seinen roten Ahornblättern.

    Der Himmel über Bocholt lacht und weint, aber viel interessanter ist der Himmel über der Schweiz. Heute ist es mit Hilfe von google streetview endlich gelungen, Gott Vater und Sohn im Bild festzuhalten, wie sie von oben auf den Walensee hinabsehen.

    So, was passierte nun Weltbewegendes um 20.10 Uhr? Keine Ahnung, vielleicht erfahre ich es in euren Kommentaren. Ich habe die Tagesschau angesehen und den Jubelschrei des Sprechers vermisst. Aber es wurde vermeldet, dass zwei Bayern zu Kardinälen ernannt werden sollen. Das passt doch wunderbar.

     


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  • Amies et Amis - Freundinnen und FreundeGrößer als erwartet und bei strahlendem Sonnenschein fand heute der Klever Bücherbummel statt. Gleichzeitig war in der Stadt verkaufsoffener Sonntag, was riesige Menschenmengen und besonders Autos mit gelben Nummernschildern anzog. Und es war ziemlich viel Polizei unterwegs, bestimmt wegen der gelben Nummernschilder. Oder um das Parkplatzchaos zu überwachen. Parkplätze gab es eigentlich nicht mehr, aber wer sich auskennt, findet immer noch ein verstecktes Plätzchen. Ausnahmsweise hatte ich mal Ortsvorteil und parkte ganz in der Nähe der Herzogstraße, wo der Bücherbummel begann. Als ich in den 80ern und 90ern in Kleve wohnte, war die Herzogstraße eine intellektuell-alternative Einkaufsstraße mit Buchladen, Bioladen, Holzspielzeug, naturgefärbten Klamotten, Kunst, Möbel, Pflanzen, Antiquariat etc. Viel ist leider nicht davon geblieben, in einer Unistadt wäre die Herzogstraße mit ihren ausgefallenen Läden und Jugendstilhäusern ein Hit gewesen.

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeBei den Ständen gab es die übliche Mischung von abgebrühten, unfreundlichen und teuren Superprofis sowie freundlichen, günstigen Buchhändlern, die auch mal einen Plausch halten und mit sich handeln lassen. So bekam ich diverse Jahrgänge Kalender für das Kleverland zu einem Euro pro Stück, weil ich alle neun nahm, die noch da waren. Drei Stände weiter meinte jemand, für die gleichen Bände 17 Euro verlangen zu können. Der saß aber am Schluss auch noch auf seinen Stapeln.
    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeIch will jetzt nicht alle Einkäufe aufzählen, aber der Klever Boss Verlag konnte mich mit seinen Sonderpreisen für druckfrische Bücher rundum glücklich machen.
    Das Sahnehäubchen auf meinem Glück war dann ein Eis aus meiner Lieblingseisdiele seit Schülerzeiten, und definitiv habe ich nie besseres Pistazien- und Malagaeis gegessen. Neben der Eisdiele wuchsen übrigens reife Apfelsinen, das Klever Klima eben.Amies et Amis - Freundinnen und Freunde

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    Nichts ist, was es scheint. Die Feuchtgebiete sind ein Biotop, die Schlagzeugerin wirkt in der Vergrößerung doch arg maskulin.


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    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeLeider habe ich nicht sehr oft die Gelegenheit, mich an Kultur erfreuen zu können. Einerseits ist das kulturelle Angebot im Westmünsterland eher dürftig, andererseits arbeite ich jeden Abend und habe Glück, wenn mal etwas am Freitag stattfindet. So war es mir gestern möglich, Brechts "Leben des Galilei" im Stadttheater zu sehen, eine durchaus gelungene Inszenierung der Landesbühne Rheinland-Pfalz. Der Inhalt des Stückes ist bekannt, sonst sollte man es wirklich lesen oder anschauen. Dazu will ich mich hier nicht weiter auslassen. 
    Da in der Klasse 11 ein Wissenschafts-Drama auf dem Programm steht, war das Theater gut gefüllt mit jüngeren Schülern, außerdem Lehrern, pensionierten Lehrern und Lehrerkindern.
    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeBühnenbild und Kostüme wirkten ziemlich gediegen, eine Augenweide waren die Kardinäle mit ihren roten Kleidern und Papst Barberini, der auf der Bühne ganz in Weiß angekleidet wurde. Schade, dass Kleider bei Männern - außer natürlich im Vatikan - weitgehend  aus der Mode gekommen sind. Kardinal Bellarmin als Vertreter der Heiligen Inquisition sah ziemlich knusprig aus, natürlich war der Schauspieler sehr attraktiv, aber das strahlende Rot der Robe verstärkte den Effekt. Ich mag es ja auch, wenn Benedetto mit roten Schuhen und tuntigen Hüten herumläuft. Er wurde 2007 für die September-Ausgabe des US-Magazins "Esquire" auf die Liste der 23 bestgekleideten Männer gewählt und erhielt für seine roten Schuhe verdientermaßen den Sonderpreis "Accessoire-Träger des Jahres". 
    Besonders liebe ich Felllinis Film "Roma", in dem eine Modenschau mit kirchlichen Gewändern gezeigt wird. Die Welt muss der Kirche folgen, nicht umgekehrt!
    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeNach dem Theater wollten wir noch etwas trinken gehen, konnten uns aber zunächst auf keine Lokalität einigen. Deshalb machten wir eine nächtliche Spazierfahrt durch Bocholt, fanden keine gemütliche Kneipe und irgendwann auch nicht mehr den Weg zurück. Schließlich landeten wir bei McDonalds, und ich muss sagen, dass der Café Frappé Caramel richtig lecker ist. Natürlich war uns klar, dass wir jede Menge Schüler treffen würden, sowohl vor als auch hinter der Theke. Und so war es denn auch, am Montag hat die S3c dann wieder Gesprächsstoff, und Ebru wird sicher verbreiten, dass Lehrerinnen nach Mitternacht bei Mäcces sitzen.

     

     

     


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  • Amies et Amis - Freundinnen und FreundeWas wäre besser geeignet für einen heiligen Sonntagnachmittag als eine kleine Wallfahrt? Klein heißt hier in der Regel nach Kevelaer, wo man sich in bester Gesellschaft mit Papst Johannes Paul II und Mutter Theresa befindet, die Kevelaer 1987 besuchten. Und eine Wallfahrt macht man nicht gern allein, also fragte ich mal wieder A., ob sie Lust hätte auf eine Spazierfahrt. Hatte sie.

    Heute war in Kevelaer verkaufsoffener Sonntag, aber ist es das nicht immer? Trotzdem war extrem viel los, aber das ist vielleicht auch immer so, wegen kleiner Wallfahrt am heiligen Sonntag.

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeEine höhere Macht hielt schützend ihre Hand über uns, so fanden wir sofort einen Parkplatz, bekamen ein Parkticket geschenkt und waren direkt im Zentrum, wo wir mit einem Solokonzert begrüßt wurden. Ok, am Casting könnte die höhere Macht noch arbeiten, die Stimme des Sängers war grauenhaft.

    Dann besuchten wir das deutsch-niederländische Künstlerdorf am Niederrheinischen Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte, was so rein künstlerisch auch eher enttäuschend war, aber zu lustigen Missverständnissen Anlass gab.

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeHier zum Beispiel eine postmoderne Krippe, in der Maria eine Burka trägt. Dachte ich zumindest. A. klärte mich auf, dass es Josef mit Bart ist. Aber auch dann ist der Bart eines Taliban würdig. Die richtige Maria trägt übrigens ein Brautkleid und hat Teddybärenohren.

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    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeVerwirrend auch die Darstellung von Tieren. Auf einem Bild mit Hühnern erkennt A.s biologisch geschulter Blick, dass die Hühner Pferdehintern haben. Auf einem anderen glaube ich merkwürdig verfremdete Bergziegen zu sehen, die sich schließlich als Robben erweisen. Die Tücken der gegenständlichen Malerei unter dem Pinsel eines mittelmäßigen Künstlers.

     

    Amies et Amis - Freundinnen und Freunde Nach der Kunstmeile ging es zur Kirchenmeile, im wahrsten Sinne des Wortes. Man könnte in Kevelaer auch von einer Kerzenmeile sprechen. Oder Kitschmeile. Religion scheint mit Kitsch zwanghaft verbunden zu sein. Ich habe jetzt eine Benedetto-Tasse, mal sehen, ob ich mir das Kaffee- oder Teetrinken in der Schule angewöhne, um die Kollegen damit zu begeistern. Später haben A. und ich ausgerechnet, wieviele Päpste in unserer Lebenszeit amtierten. A. kommt gerade mal auf zwei, ich dagegen auf sechs, weil Pius XII zwar 1958 starb, aber erst im Oktober.

     

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     Amies et Amis - Freundinnen und FreundeNachdem wir alle Kirchen in der engeren Wallfahrtszone inklusive der orthodoxen Kapelle abgeklappert und uns an tausend Kerzen gewärmt hatten, wollten wir etwas essen und wählten das Pfannkuchenhaus Hollandia. Dort dann der Gipfel des religiösen Wahnsinns: Pfannkuchen "Arche Noah", serviert mit Gulasch. Ob tatsächlich ein Fleischbröckchen von jedem Tier drin ist, haben wir nicht ausgetestet.Amies et Amis - Freundinnen und Freunde

     


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  • Über geniale Künstler, geisteskranke Mörder, dumpfe Politiker und kritische Geister

    Im Juli 2000 war ich am Ende meines kanadischen Schuljahres ein paar Tage lang in New York. Mehr konnte ich mir kaum leisten, und das Hotel war schon sehr einfach. Aber es lag zentral in Manhattan und ich konnte ziemlich viel zu Fuß besichtigen. Zum Beispiel bei einem Spaziergang am Hudson das World Trade Center, dessen Eingangshalle mit den Palmen wunderschön war. Ein Datum wie heute lässt Erinnerungen aufleben an die Atmosphäre, die mich an dem Tag umgab. Es war Sonntag, die meisten Menschen waren nicht zum Arbeiten dort, sondern genossen die Sonne, nahmen ein Schiff auf dem Hudson, machten Picknick, waren freundlich und fröhlich. Wie ich überhaupt die New Yorker als erstaunlich freundlich empfand, ich kenne das sonst weniger von Großstadtbewohnern.

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeAm letzten Vormittag besuchte ich unter anderem den Sitz der Vereinten Nationen mit seinem Skulpturenpark. Dort steht seit 1988 das Werk "Non Violence" des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd, ein Geschenk des Staates Luxemburg an die UNO. Es ist üblich, dass jedes Mitgliedsland der UNO ein Kunstwerk schenkt, so dass sich hier eine bedeutende Sammlung befindet, meist haben die Werke einen Bezug zum Thema Frieden. Ich weiß nicht, ob man heute noch so frei herumlaufen darf auf dem Gelände, ich konnte es jedenfalls und hatte ein Aha-Erlebnis nach dem anderen. So sah ich auch das Werk "Schwerter zu Pflugscharen" des sovietischen Künstlers Yevgeny Vuchetich, dessen Titel mich in meiner Jugend als Motto der Friedensbewegung begleitet hatte. "Non Violence" von Reuterswärd zeigt eine verknotete Pistole, deren Lauf nach oben gerichtet ist. Eine Kopie sah ich in diesen Sommer vor dem Mémorial de la Paix in Caen. Und wie ich jetzt gelesen habe, hat der Künstler auch Gerhard Schröder eine Replik geschenkt für seine Verweigerung des Irak-Kriegs. Die Skulptur steht im Garten hinter dem Kanzleramt in Berlin, ich frage mich, was Angela Merkel so denkt, wenn sie darauf sieht. Wenn sie überhaupt etwas denkt.Amies et Amis - Freundinnen und Freunde

    Womit ich bei dumpfen Politikern angekommen wäre. Und bei Volker Pispers, dessen Programm "Bis neulich" ich gestern mit einigen Kolleginnen und ihren Männern in der Stadthalle Borken gesehen habe. Ich hätte eigentlich erwartet, dass er auch auf den 11. September Bezug nimmt, denn dazu gibt es einen ziemlich guten Programmteil, das tat er aber genau nicht.

     

     

     

     

     

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeEr führte uns Angela Merkel in voller Schönheit mit allen leeren Worthülsen vor und zog ziemlich böse über die deutsche Gesellschaft und die katholische Kirche her, was im Publikum mitunter zu Unbehagen führte. Im katholischen Borken möchten eben auch kritische Geister nicht so gern von "Kinderfickern" hören.

     

     

     

     


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  • Amies et Amis - Freundinnen und FreundeA un quart d’heure de chez moi se trouvent les villages de Suderwick (Allemagne) et Dinxperlo (Pays Bas). Les deux villages forment une unité malgré la frontière qui passe dans la rue principale. Mais on voit clairement que d’un côté, les maisons, panneaux et boites au lettres sont allemands, de l’autre côté tout a le style hollandais. Mais il y a aussi des points communs comme une maison de retraite pour des retraités allemands et hollandais qui a des bâtiments des deux côtés de la frontière et une salle de séjour dans un pont en verre qui passe au dessus de la rue. Et ils ont une station de police avec des agents allemands et hollandais.

    Mais ce qui me plaît beaucoup plus, c’est leur marché le vendredi après-midi et Amies et Amis - Freundinnen und Freundesoir. Bien sûr les clients sont surtout des allemands qui viennent parfois de loin comme les motards de la Ruhr. Le marché n’est pas grand, mais il a une atmosphère extraordinaire. J’y suis allée ce soir juste pour manger du poisson et acheter du vieux gouda. C’est bien d’y aller très tôt ou très tard, sinon ce n’est pas facile de trouver une place de parking. En plus j’ai fait un tour chez Aldi qui vend des cochonneries qu’on n’a pas chez nous. Voilà ma source de limonade de cassis, d' appelstroop (sirop de Liège), hagelslag et de pindakaas, le beurre d'arachide.

     

     

     

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    Championat du monde à Dinxperlo

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    Eglise de Dinxperlo

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    Marché de Dinxperlo

     


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  • Amies et Amis - Freundinnen und Freunde 

    Guten Morgen, ihr Lieben, einen besonderen Gruß an Kornelia und alle, die nicht freiwillig früh aufstehen oder sich nicht nochmal im Brett umdrehen dürfen.

    Ich habe gleich Englisch und Französisch im 3. Semester, die Klasse ist mit Wechslern und Sitzenbleibern ziemlich angeschwollen und schon sowieso nicht besonders leise, wenn auch sehr nett. Also werde ich sie gleich mal mit allen Fakten der ersten Szene von Tennessee Williams Drama "A Streetcar Named Desire" und dem Aufbau eines Hauses auf Französisch schocken. Wenn dann noch Zeit ist, führe ich mal eben das passé composé ein. Das nenne ich einen ausgefüllten Vormittag. Heute Abend habe ich Klassenleiterstunde im neuen 1. Semster, die Studierenden werden dann mit den Gegebenheiten der Schule vertraut gemacht. Euch allen einen guten Start in diesen Tag!

    Nachlese eines Tage:
    Heute Morgen schon auf dem Parkplatz die ersten Studierenden, die nicht wirklich ins Semester gehörten, einer hatte das letzte Semester nicht geschafft, aber einfach ganz cool mal den Schritt ins nächste gewagt, dazu auch noch selbsttätig einen Wechsel in den volleren Vormittagsbereich vorgenommen. Das machte noch ein anderer, der es vermutlich auch geschafft hat. Begründung: Er würde morgens nicht so oft verschlafen wie abends.
    Mittags habe ich dann Schildchen an die Außentüren geklebt, um das 1. Abendsemester des Abendgymnasiums in den richtigen Raum zu dirigieren. A. warnte noch, dass es im letzten Jahr jemandem gelungen sei, längere Zeit am Gymnasium zu verweilen, obwohl er für die Realschule angemeldet war. Deshalb sollte ich das Wort Gymnasium unterstreichen, aber ich habe natürlich nicht gehört. Und tatsächlich saß auch heute eine Dame in meiner Klasse, trug sich in die Liste ein, auf der sie natürlich nicht stand. Erst die Sekretärin merkte, dass da ein Fehler vorlag. Diesmal hat es also nur einen Block lang gedauert, aber es ist doch immer wieder interessant, dass unsere Studierenden längere Wörter einfach gar nicht bis zum letzten Buchstaben lesen.

    Post von Frau Löhrmann

    Da hat mir doch die Ministerin geschrieben und ich wusste nichts davon, habe den Brief gerade erst auf der Seite des Schulministeriums gesehen. Ich war auf der Suche nach einer Neuerung, die auf einen alten Hut bunte Federn steckt und dafür sorgt, dass unsere Schüler nicht zu schlau werden. Ich meine die muttersprachliche Ergänzungsprüfung, die es jetzt wohl für die zweite Fremdsprache gibt, nachdem sie für die erste Fremdsprache abgeschafft wurde. Und natürlich hatten wir gestern direkt ein paar Kandidaten, denen ich aber nichts weiter geben konnte als ein Anmeldeformular.
    Zurück zum Brief von Frau Löhrmann.
    Der Unterricht muss besser werden, aha, sie weiß auch schon wie: "Dafür muss die Qualität des Unterrichts weiter verbessert werden. Dass hier Handlungsbedarf besteht, zeigen die Ergebnisse der Qualitätsanalyse an unseren Schulen deutlich. Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, leisten den Hauptbeitrag für guten Unterricht. Sie wurden bei der Verbesserung der Unterrichtsqualität in den vergangenen Jahren nicht genügend unterstützt. Deshalb wollen wir das Angebot für die Fort- und Weiterbildung intensivieren, in Teilen neu ausrichten und die Lehrerausbildung an die Anforderungen der Schule der Zukunft anpassen." Ist eine Blume, durch die sie uns sagt, dass wir schlechten Unterricht machen, man uns aber nicht so direkt die Schuld dafür gibt, denn andere Lehrer hat sie ja nicht. Zum Schluss wünscht sie uns einen guten Start und freut sich auf unsere Zusammenarbeit. Ich freue mich auch schon und bin total aus dem Häuschen, wie toll das jetzt wird in NRW.

    Lehrer sind Züge

    Amies et Amis - Freundinnen und FreundeDie Bedeutung dieser wunderbaren Metapher erschließt sich aus den Kommentaren. Während wir in der ersten Woche nach den Ferien noch wie bedächtige Dampfloks über die Schwellen ruckeln, werden wir in den nächsten Tagen an Fahrt gewinnen und über die Gänseblümchen zwischen den Eisenbahnschwellen dahinbrausen, dass es eine Freude ist. Die Fahrgäste mögen sich anschnallen und warm anziehen. Eine Gratisverteilung von Mineralwasser ist nicht mehr vorgesehen, dafür gibt es Arbeitsblätter und Anwesenheitslisten. Weiterhin werden die Bahnkunden regelmäßig auf ihre Fahrtüchtigkeit geprüft und notfalls auch aus dem fahrenden Zug geworfen.


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