• Bridge over troubled water

    Emmerich


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  • Heute vor 85 Jahren wurde ein lieber Mensch geboren, der leider schon verstorben ist. Andere liebe Menschen sind in dieser Zeit gestorben.

    Manchmal fühlt man sich aber auch jemandem nah, den man nicht persönlich kennt, dann ist es schrecklich oder traurig, von seinem Tod zu erfahren. France Gall ist heute mit 70 Jahren in Paris gestorben.

    Nicht der tollste Tag heute.


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  • Who's the rocket man?Ich habe das Buch Fire and Fury nun zum größten Teil gehört auf Audible, die gedruckte Version kommt später. Was ich im Moment schon auffällig finde, ist der Fokus des Buches. Der Autor spart sich pikante private Details und konzentriert sich auf das Chaos im Oval Office. Melania kommt kaum vor, auch Barron Trump, man kann also nicht behaupten, der Autor würde sich im Dreck wälzen.

     

    Heiliger Darwin, bete für uns!

    Das macht seine Darstellung insgesamt glaubwürdiger, und irgendwann kommt der Punkt, wo man auch versteht, warum man ihm so viele Insiderinformationen gesteckt hat. Alle um Trump, die nicht zur Familie gehören, wollen ihren Ruf oder ihren Arsch retten und der Welt mitteilen, dass sie nicht verantwortlich sind für den ganzen Mist. Aber man bekommt schon richtig Angst, wenn man sich vergegenwärtigt, wer da an den Hebeln der Macht sitzt.


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  • Es ist hinlänglich bekannt, dass Skandalisierung, Zensur oder der Versuch von Zensur Büchern zu großem Erfolg verhelfen können. Genau das geschieht gerade mit dem Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House" von Michael Wolff. Es sollte am 9. Januar veröffentlich werden, wogegen das Weiße Haus heftigen Widerstand leistet, Anwälte losschickt und Trumps alten Kumpel Bannon in die Zange nimmt. Um einer einstweiligen Verfügung gegen das Buch zuvorzukommen und wohl auch, um den Hype verkaufsfördernd zu nutzen, hat der Verlag gestern verkündet, das Buch sei bereits am 5. Januar verfügbar. Guter Zug, der den König direkt schachmatt setzt.

    Unter DruckIch habe gestern mal auf Amazon nach Preisen und Verfügbarkeit geschaut, da gab es zur Vorbestellung für den 9.1. schon die gebundene Ausgabe, eine Taschenbuchausgabe, ein Hörbuch und ein E-Book. Heute kann man das alles kaufen und ich habe eines meiner Audible-Guthaben genutzt, um mir das Buch herunterzuladen. Das ist nun auf dem Markt, egal, was Trumps Anwälte später noch erreichen sollten. Und es verkauft sich ziemlich gut, im Kindle-Shop sowie im Bookstore  ist es schon Bestseller Nr. 1.
    Die intimen und persönlichen Einblicke sind doch immer noch die süffigsten und interessieren das Publikum am meisten, wie man zum Beispiel am Erfolg der zunächst verbotenen Veröffentlichung der Briefe Alexander von Humboldts an Karl August Varnhagen im Jahre 1860 sehen kann.

    Der ganze Skandal ist nachzulesen bei Nikolaus Gatter: "Impietät, Indiscretion, Scandalsucht und Frivolität." Ludmilla Assings "Veröffentlichungen aus dem "Nachlaß Varnhagen's von Ense.", in: Literatur als Skandal: Fälle - Funktionen - Folgen, hg. von Johann Holzner und Stefan Neuhaus, 2007, S.224-234.
    Das Buch kostet 110 €, ist also mehr was für Bibliotheken, aber man findet es auch auf Google Books, von genanntem Aufsatz fehlen dort nur wenige Seiten, eine Lektüre lohnt sich auf jeden Fall.

    Wolffs Verleger Henry Holt würde sich sicherlich dem Toast auf Heinrich Brockhaus anschließen, man möge noch viele Bücher verlegen, die in Preußen für einen Tag verboten würden.

     

     


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  • Lass es raus!Da haben wir nun den Storch im Salat. Die FAZ online berichtet detailliert in allen Abläufen von Sie hat gesagt, dann haben die gesagt, dann hat die andere gesagt, dann haben die anderen auch was gesagt und so weiter. Nämlich Storch, Weidel, Twitter, Facebook. Wen juckt's? Ist das nicht Trollfütterung in höchstem Maße? Ich bin eigentlich für Trolldiät in 2018.

    Aber es ist ja auch irgendwie ein Dilemma. Die FAZ hat so ein nettes Umfragetool, aus dem hervorgeht, dass sich die Ansichten zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz genau die Waage halten. Ich bin da auch gespalten. Einerseits denke ich, man sollte jeden seinen Dreck rauskübeln lassen, damit die Welt sieht, welch Geistes Kind eine/r ist und damit diese Artikel und das Zensurgejammer uns erspart bleiben.

    Andererseits sind Twitter und Facebook und all die anderen private Unternehmen, die gratis einen Ort zur Verfügung stellen, wo Leute sich aussprechen können. Das muss niemand nutzen, aber wenn, dann hat man irgendwann mal angeklickt, dass man die AGBs akzeptiert. Von Zensur kann man sowieso nicht reden, denn die geht von Behörden aus. Und ja, glaubt es nur, Twitter und Co sind keine Behörden. Wenn die morgen aufhören würden, wären all die schlauen oder dummen Einträge sowieso weg und man könnte nichts dagegen machen.
    (Übrigens kann man auch nichts dagegen machen, wenn sie unsere Fotos ungefragt benutzen etc. Das haben wir so akzeptiert. Das nur am Rande, ich habe meine Alben deshalb alle gelöscht.)

    Ich vergleiche das mal mit meiner Privatwohnung. Wenn ich Leute zu mir einlade, kann ich die auch wieder rauswerfen, wenn sie auf den Teppich kotzen oder frech zu mir sind. Und wenn jemand bei mir kifft, kann ich ihn auch rauswerfen, weil das illegal ist, da brauche ich nicht zuerst einen Richterspruch abzuwarten. Das hat Frau Storch auch falsch verstanden, weil sie dauernd privat und öffentlich durcheinandermischt.

    Ach ja, da ist wieder mein Dilemma. Sollte man Simplizissimus nicht einfach reden lassen?

     


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  • Was gibt es Neues für 2018?

    Meine Klasse macht Abitur. Möglichst viele, hoffe ich.

    Giant's CausewayFrankreich schafft die Telefonzellen ab. Ein paar dürfen bleiben in obskuren Funklöchern, das war's. Wann habe ich eigentlich das letzte Mal bewusst eine Telefonzelle gesehen? In Irland, glaube ich.

    Macron will auch die Wohnsteuer abschaffen. Ich konnte es noch nie fassen, dass es die überhaupt gibt.

    Le nouveau montant du Smic brut horaire sera porté à 9,88 € au 1. janvier 2018 (contre 9,76 € depuis le 1. janvier 2017) soit 1 498,47 € mensuels sur la base de la durée légale du travail de 35 heures hebdomadaires.

    In Südkorea finden olympische Winterspiele statt und Nordkorea will jetzt doch auch mitspielen.

    In Deutschland müssen soziale Netzwerke jetzt effizienter gegen Hassbeiträge vorgehen, und schon hat es die Frau Storch erwischt, die von Twitter für ein paar Stunden gesperrt wurde. Echt jetzt, was soll das bringen? Warum soll eigentlich nicht jeder sehen, was sie so denkt?

    Die Majestätsbeleidigung ist abgeschafft. Schön fände ich es, wenn auch die Majestäten abgeschafft würden.

     

    Das Ende des 1. Weltkrieges jährt sich zum 100. Male und Macron will eine große Zeremonie. Richtig so, es gibt Dinge, die die Nachwelt nie vergessen sollte.  

    Ich bin überhaupt nicht abergläubisch und kann auch vielen Ritualen nichts abgewinnen, manchmal bastele ich mir meine eigenen Rituale und Orakel, aber auch das mehr nach Lust und Laune. Nun habe ich von meiner Bestah ein Büchlein über Aberglauben zu Weihnachten bekommen, mit dem ich auch ganz gut übers Jahr komme. Das fängt schon an mit dem 1. Januar, dem Tag, der über den Rest des Jahres entscheiden soll. Deshalb sollte man viel Geld im Portemonnaie haben und tolle Sachen machen. OK, bisschen Geld ist da, das Konto zählt vielleicht auch, aber gemacht habe ich nichts Tolles.  Lange geschlafen, Klausuren korrigiert, am Computer gehangen, telefoniert, Papier von rechts nach links sortiert. Verdammt, hätte ich das bloß früher gelesen, wieso kommt es aber auch erst auf Seite 114? Nun wird 2018 doch wieder so wie 2017.

    Ce qui est fait le premier janvier ...

     

    Sehr lustig finde ich die Passage über die erste Person, die man am 1. Januar trifft, die Art der Person entscheidet über Glück oder Pech im neuen Jahr. Ganz besonders viel Glück für die nächsten zwölf Monate verspricht die Begegnung mit einem Militärangehörigen, einem Polizisten oder einer Person des anderen Geschlechtes. Das erklärt doch, warum so viele Glücksucher ausgerechnet in der Silvesternacht unterwegs sind. 

     


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  • Jeder hat so seine Rituale zum Jahresende, zu meinen gehört die Last-Minute-Steuererklärung. Manche können das verstehen, machen sie doch selbst ihre Steuererklärungen spät oder überhaupt nicht. Andere rechnen mir vor, dass ich die Erklärung früher machen sollte, weil ich dem Staat ein zinsloses Darlehen gebe. Mal abgesehen davon, dass nichts dagegen spräche, die Allgemeinheit mit einem Darlehen zu unterstützen, damit die Schuldenuhr noch schneller rückwärts läuft, ist das sachlich falsch. Auf Steuerrückzahlungen bekommt man nämlich einen traumhaften Zinssatz von 6%,  wenn man die ersten Monate verstreichen lässt.Mein Silvesterkracher ist fertig

    Die schrägste Rechnung war aber die, dass ich irgendwann sterbe und dann einige Jahre mit der Steuererklärung zurückliege, also von dem Geld nichts mehr habe. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dies dann nicht mein größtes Problem wäre.

     


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