• Heute tobte sich das Tiefdruckgebiet Friederike über NRW aus, der Sturm war so stark, dass er Lastwagen umwarf, Bäume entwurzelte, Häuser abdeckte und auch einige Menschen tötete oder verletzte. Die meisten Schulen, auch unsere, blieben am Morgen geschlossen, eine weise Entscheidung, wie sich zeigte.

    Meine Nichten und Neffen traf es unterschiedlich, die eine hatte ihre Kinder direkt zu Hause behalten, eine andere war morgens in Berlin in den Zug nach Köln gestiegen, aber in Osnabrück war Schluss, weil die Bahn den Verkehr einstellte. Auf WhatsApp erreichten uns Fotos von der Party, die sich mit Sekt und Tupperdosen-Buffet im IC anbahnte. Irgendwie schaffte sie es dann in Osnabrück, statt eines Hotels auf Bahnkosten ein Taxi nach Köln zu bekommen. Nur Tim hatte es noch ohne Probleme mit der Bahn von Essen nach Düsseldorf geschafft. In Essen hingegen hatten sich die Bäume auf den Weg von Garten zu Garten gemacht, während bei mir nur ein dünner Ast abbrach. Und da erzählen mir die Nachbarn immer, meine Bäume könnten ihnen bei Sturm auf die Hütte fallen. Die Biegsamkeit der Thuja hat sich erneut bewährt.


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  • Es ist mal wieder gutgegangen und das Hochwasser hat keine größeren Katastrophen verursacht. Auch am unteren Niederrhein, wo man mit Schlimmerem gerechnet hatte, das Hochwassertor in Grieth und die Straße nach Schenkenschanz geschlossen hatte, ist wohl alles im grünen Bereich geblieben. Schenkenschanz ist immer so der Indikator für die Rheinpanik. Wenn die alte Fähre aktiviert wird, ist es schlimm, wenn Mensch und Tier evakuiert werden, ist es richtig schlimm. Viele erinnern sich an 1995, als man auch Angst hatte, ein Deich in Holland könnte brechen und die Kranenburger Gegend würde überflutet. In solchen Momenten und wenn ich die Rechnung des Deichgräfen bezahle, wird mir klar, dass mein Elternhaus auch im Überschwemmungsgebiet steht.


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  • Ist denn schon Frühling?

    Sesam öffne dich

    Die Narzissen haben schon Blüten, die sich in wenigen Tagen öffnen werden. Im letzten Jahr war es erst im Februar soweit. Der Rasen sieht aus wie vertikutiert, anscheinend suchen die Vögel nach Nestbaumaterial.

    A propos Vögel, heute habe ich eine Ente gesehen. Ich liebe dieses Auto.

     Döschwo


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  • Bridge over troubled water

    Emmerich


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  • Heute vor 85 Jahren wurde ein lieber Mensch geboren, der leider schon verstorben ist. Andere liebe Menschen sind in dieser Zeit gestorben.

    Manchmal fühlt man sich aber auch jemandem nah, den man nicht persönlich kennt, dann ist es schrecklich oder traurig, von seinem Tod zu erfahren. France Gall ist heute mit 70 Jahren in Paris gestorben.

    Nicht der tollste Tag heute.


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  • Who's the rocket man?Ich habe das Buch Fire and Fury nun zum größten Teil gehört auf Audible, die gedruckte Version kommt später. Was ich im Moment schon auffällig finde, ist der Fokus des Buches. Der Autor spart sich pikante private Details und konzentriert sich auf das Chaos im Oval Office. Melania kommt kaum vor, auch Barron Trump, man kann also nicht behaupten, der Autor würde sich im Dreck wälzen.

     

    Heiliger Darwin, bete für uns!

    Das macht seine Darstellung insgesamt glaubwürdiger, und irgendwann kommt der Punkt, wo man auch versteht, warum man ihm so viele Insiderinformationen gesteckt hat. Alle um Trump, die nicht zur Familie gehören, wollen ihren Ruf oder ihren Arsch retten und der Welt mitteilen, dass sie nicht verantwortlich sind für den ganzen Mist. Aber man bekommt schon richtig Angst, wenn man sich vergegenwärtigt, wer da an den Hebeln der Macht sitzt.


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  • Es ist hinlänglich bekannt, dass Skandalisierung, Zensur oder der Versuch von Zensur Büchern zu großem Erfolg verhelfen können. Genau das geschieht gerade mit dem Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House" von Michael Wolff. Es sollte am 9. Januar veröffentlich werden, wogegen das Weiße Haus heftigen Widerstand leistet, Anwälte losschickt und Trumps alten Kumpel Bannon in die Zange nimmt. Um einer einstweiligen Verfügung gegen das Buch zuvorzukommen und wohl auch, um den Hype verkaufsfördernd zu nutzen, hat der Verlag gestern verkündet, das Buch sei bereits am 5. Januar verfügbar. Guter Zug, der den König direkt schachmatt setzt.

    Unter DruckIch habe gestern mal auf Amazon nach Preisen und Verfügbarkeit geschaut, da gab es zur Vorbestellung für den 9.1. schon die gebundene Ausgabe, eine Taschenbuchausgabe, ein Hörbuch und ein E-Book. Heute kann man das alles kaufen und ich habe eines meiner Audible-Guthaben genutzt, um mir das Buch herunterzuladen. Das ist nun auf dem Markt, egal, was Trumps Anwälte später noch erreichen sollten. Und es verkauft sich ziemlich gut, im Kindle-Shop sowie im Bookstore  ist es schon Bestseller Nr. 1.
    Die intimen und persönlichen Einblicke sind doch immer noch die süffigsten und interessieren das Publikum am meisten, wie man zum Beispiel am Erfolg der zunächst verbotenen Veröffentlichung der Briefe Alexander von Humboldts an Karl August Varnhagen im Jahre 1860 sehen kann.

    Der ganze Skandal ist nachzulesen bei Nikolaus Gatter: "Impietät, Indiscretion, Scandalsucht und Frivolität." Ludmilla Assings "Veröffentlichungen aus dem "Nachlaß Varnhagen's von Ense.", in: Literatur als Skandal: Fälle - Funktionen - Folgen, hg. von Johann Holzner und Stefan Neuhaus, 2007, S.224-234.
    Das Buch kostet 110 €, ist also mehr was für Bibliotheken, aber man findet es auch auf Google Books, von genanntem Aufsatz fehlen dort nur wenige Seiten, eine Lektüre lohnt sich auf jeden Fall.

    Wolffs Verleger Henry Holt würde sich sicherlich dem Toast auf Heinrich Brockhaus anschließen, man möge noch viele Bücher verlegen, die in Preußen für einen Tag verboten würden.

     

     


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