Normandie, 21. und 22. August 2010
Auf meiner kleinen Reise in die Normandie wandelte ich bewusst und einmal unbewusst auf den Spuren von William dem Eroberer, Guillaume le conquérant, der 1066 die Schlacht bei Hastings gegen die Angelsachsen und seinen Widersacher Harold gewann. Weihnachten wurde es zum König von England gekrönt.
Bevor William nach England übersetzte, wartete er in Saint Valery-sur-Somme auf günstigen Wind. Dieser kleine Ort ist wenig bekannt, aber ganz zauberhaft und sehr geschichtsträchtig. Ich entdeckte ihn mehr zufällig, als ich von Boulogne sur Mer nach Caen fuhr und mich zunächst abseits der großen Straßen an der Küste entlang bewegte.
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| Eglise de Saint Valery-sur-Somme |
Plage de Saint Valery - la mer plaît |
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Außer Guillaume hatte auch Jeanne d’Arc einen unfreiwilligen Aufenthalt in Saint Valery-sur-Somme, bevor sie von den Engländern nach Rouen gebracht wurde.
Mein Tagesziel war Caen, wo ich am nächsten Morgen außer dem Mémorial pour la Paix auch das Schloss von William dem Eroberer besuchte.
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Nachmittags war ich dann in Bayeux und konnte endlich die Tapisserie bewundern, die die Eroberung Englands durch William zeigt und rechtfertigt. Das war ein großer Moment, denn seit der Mittelstufe war mir Ten sixty-six ein Begriff, den ich vor allem mit Abbildungen der Stickerei verband. Und ich wurde nicht enttäuscht, das Werk ist monumental, ca. 70 Meter lang und erzählt und kommentiert die Ereignisse auf drei Ebenen. Ich bin zweimal die Tapisserie entlang gegangen, wer weiß, wann ich in den nächsten Jahrzehnten wieder dazu komme. Auch Bayeux ist eine zauberhafte Stadt und bietet einiges mehr als die Stickerei, die übrigens zum Welterbe der UNESCO gehört.
Dermaßen vom Geist der Geschichte beseelt, fuhr ich nach Granville, wo ich zweimal übernachtete.