An diesem Wochenende begeht man in Frankreich la Journée du patrimoine, und leider kann ich mir nichts aus den zahlreichen Vorschlagslisten ansehen, weil ich nicht dort bin. Ich bin aber sicher, dass Hildegard ein paar schöne Orte besuchen wird. Der Tag des offenen Denkmals war hier am letzten Sonntag, und diese Gelegenheit nutzte ich bei einem Besuch in Köln.
Zunächst gabe es eine sehr schöne
Matinée im Café Libresso am Neumarkt mit Musik aus Nikolaus' CD "Lebenszeichen", die immer noch sehr aktuell ist, obwohl schon vor etwa 30 Jahren als Platte aufgenommen. Daneben gab es Literatur von Nikolaus und Evert Everts aus der neuen Anthologie "Wolkenland" des Autorenkreises Rhein-Erft. Besonders erheiterte das Publikum die skurrile Geschichte eines Mannes, der den sozialen Abstieg antritt, als er beginnt, sich mehr und mehr um seine geträumte Katze zu kümmern, für sie Futtervorräte anzulegen und sich mit Freundin und Vermieter zu entzweien.
Ich freue mich auch sehr, dass ich die Anthologie von drei anwesenden SchriftstellerInnen und der Setzerin (Kornelia!), die außerdem eine Abbildung zur Katzengeschichte beisteuerte, signieren lassen konnte.
Nach der gelungenen Veranstaltung blieben wir im Café zu einer kurzen Sitzung, denn außer mir war auch Sigrun aus Osnabrück zur Matinée angereist.
Am frühen Nachmittag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Rathaus, wo sich die Archäologische Zone mit Ausgrabungen des römischen, mittelalterlichen und besonders jüdischen Kölns befindet. Im Grabungszelt nahmen wir an einer Führung durch die Fundamente und Überreste der mittelalterlichen Synagoge teil und besuchten danach noch das Praetorium, Sitz des römischen Statthalters in Niedergermanien. Nicht nur das Bauwerk ist imposant, sondern auch die Ausstellung im Museum. Außerdem konnte man von dort aus die römische Kanalisation betreten, wir begnügten uns jedoch damit, den Eingang zu bewundern.
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| Im Praetorium | Römische Graffiti | Erdbebenrisse im römischen Gemäuer |
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Ein schöner Tag, den wir in Alice Schwarzers Stamm-Weinhaus beschlossen. Tatsächlich ein echt Kölsches Restaurant und Weinhaus, zum Glück mit guter Hintergrundmusik, denn beim Essen muss ich nicht unbedingt Viva Colonia hören. In der Nähe der Theke war ein Gästebuch ausgestellt mit dem Foto von Alice Schwarzer, daneben der Eintrag, in dem sie das Restaurant als ihr Stamm-Weinhaus bezeichnet.