Par karinkornelia
Es taut endlich, aber noch liegt genug Schnee, um beim Spaziergang echtes Winterfeeling zu entfalten. Schloss Anholt ist immer ein angenehmer Ort, die Optik zu verändern und tief durchzuatmen. Mit der Kälte, die uns zusetzt, kommen die Tiere offensichtlich ganz gut zurecht. 

Ich konnte mich am Wassergraben davon überzeugen, dass die Schwäne hemmungslos ihre langen Hälse ins Wasser tauchen und nach Futter gründeln, gleichermaßen die Enten. Später fuhr ich noch ein bisschen über Land und über die Grenze, sah grasende Pferde, Esel und Schafe auf den Wiesen, die haben sowieso keine Problem.
Besonders beeindruckt war ich von einem großen Greifvogel am Wegesrand, den ich von weitem für einen Hasen gehalten hatte. Es war aber ein Habicht, Rotmilan oder Bussard, wobei ich fast sagen würde, dass diese drei normalerweise nicht so groß sind wie der Vogel, der dort völlig unbeeindruckt vom Autoverkehr am Feld hockte. Aber leider habe ich zur Zeit weder Biolehrerin noch Jäger in Reichweite, um mich zu vergewissern.
Aber dann ein echtes Highlight, grasende Lamas im Schnee.
Als ich mich näherte, stellten sie sofort das Grasen ein und begutachteten mich zu viert.
Entweder sind Lamas extrem neugierig oder sie werden häufiger von Spaziergängern gefüttert, was ich aber nicht glaube, denn man müsste durch einen Graben mit ziemlich viel Dreck steigen. Sehr malerisch aber der Sonnenuntergang hinter den Lamas.
PS: Die Lösung ist wohl, dass die Lamas nur richtig zielen wollten, um zu spucken.
Thème Magazine © - Hébergé par Eklablog