Mal wieder ein besonders schönes Datum und Spiel mit Zahlen!
Mit Buchstaben und Zahlen spielt auch das trendige Klever Café, in dem sich letzten Samstag ein paar Frauen aus meiner Jahrgangsstufe am Sebus trafen: T42. Tiergartenstraße 42 oder, englisch gelesen, tea for two.
Wir saßen im Wintergarten, tranken Aperol Spritz, unterhielten uns über die Gegenwart und irgendwann auch über die Vergangenheit. Über die Schule natürlich, bei der Gelegenheit konnten wir auch noch ein bisschen Klatsch und Tratsch nachholen, der nicht allen gleichermaßen bekannt war. Beate scheint in der Hinsicht allwissend zu sein, schön, dass sie uns immer wieder zusammenbringt.
Da ich Herrn M. bis zur 10. Klasse in Deutsch hatte, kannte ich den Klatsch über ihn nicht nur, sondern war auch selbst an der Quelle. Wir schrieben damals "Erwin und Maria" auf die Tische, und das hatte auch seine Richtigkeit. Dass Herr M. dann Frau V.s Nichte heiratete, wussten auch noch alle. Aber dass Frau L. ein Kind von ihm hatte, war den meisten neu. Dabei sind die Ansichten über Herrn M.s männlichen Charme ziemlich geteilt, ich fand ihn als Lehrer immer gut, bis auf den ekeligen Geruch nach Zigaretten.
So richtig geschockt waren wir aber, als wir über unseren Paralleljahrgang der Jungs am Stein sprachen und Beate uns erzählte, dass einer unser Mitschüler später seine Freundin ermordete. Ich hatte keinen Kurs mit ihm, aber es ist doch eine komische Vorstellung, mit einem Mörder zur Schule gegangen zu sein. Das toppt jedenfalls die jugendliche Beziehung zu einem späteren Bankräuber und alle Drogenerfahrungen der Leute um uns herum.
Insgesamt fanden wir uns aber ziemlich gut erhalten und waren der Meinung, dass wir für einen Haufen Mädchen vom Lande viel von der Welt gesehen hatten.