Das ist krank. Am Samstag war Dackelwallfahrt in Kevelaer.
http://www.rp-online.de/niederrheinnord/kevelaer/nachrichten/kevelaer/Ein-Segen-fuer-die-Schoepfung_aid_902579.html
Hoffentlich haben die Tierchen dafür gebetet, dass ihre Besitzer immer eine Plastiktüte dabei haben.
Wie ein Kommentator richtig schreibt, müsste man folgerichtig die ganze Macht der Kirche auf Hunde anwenden, nicht nur segnen, sondern auch exkommunizieren. Ein paar Kandidaten wüsste ich da schon. Nein, nicht im Ernst, nicht mal Jenny, die im Lehrerzimmer einen Fleck auf dem Teppich hinterlassen hat.
Aber das Thema hat doch mehr Hintergrund als man denkt. Von exkommunizierten Ratten und Parasiten ist in den Kommentaren schon die Rede. Dass die Kirche den Kampf gegen Ratten selbst in die Hand nehmen musste, liegt auch daran, dass sie die natürlichen Feinde der Ratten verteufelte und zum Teil ausrottete. Es gab Hexenprozesse, Folterungen und Hinrichtungen gegen Katzen. Kein Wunder, dass Katzen bis heute keine Wallfahrten nach Kevelaer machen. An der Stelle nochmal ein Dank an Hildegard von Bingen, die vom Verzehr von Katzenfleisch abriet.
„Das also war des Pudels Kern!
Ein fahrender Skolast?
Der Kasus macht mich lachen.“
(Faust I, Johann Wolfgang von Goethe)
Natürlich kein Scholast, sondern der Herr der Ratten und der Mäuse, der Fliegen, Frösche, Wanzen, Läuse. Der Teufel halt.
Beim Thema Pudel für mich unvergessen: Lyon, Hildegard und ich besichtigen eine Wohnung. Hildegard sieht den Pudel der Besitzerin an und verkündet: "Normalement, je n'aime pas les péniches." Das Gesicht von Sylvie ist ebenfalls unvergessen. (Anekdote für Insider)