
Der ESC ist doch immer wieder lustig. Ich habe keine Vorentscheidungen gesehen und bisher auch nicht mal mitbekommen, dass er heute stattfindet, aber nun läuft die Musik so nebenher und ich bin eigentlich angenehm überrascht über den Unterhaltungswert. Sogar der deutsche Song ist ganz schön, nicht so absurd hässlich wie meistens. Wenn Deutschland dieses Jahr keine Punkte bekommt, ist das echt böswillig. Auch der niederländische Beitrag gefiel mir, mutig, ein so ernsthaftes Thema wie Depressionen so einfach und ruhig und in Niederländisch zu thematisieren.
Frankreich fand ich interessant, ein Lied in bretonischer Sprache. Aber wenn ich jemals anrufen würde für einen Contest, würde ich Moldau wählen, die waren einfach so schräg, dass man sie lieben muss, außerdem ging es wohl um die Eisenbahn, das ist mir sehr sympathisch. Auch die italienische Stadt, die vor ihrem Auftrag gezeigt wurde, gefiel mir ausnehmend gut. Aber entweder habe ich es nicht mitbekommen, oder der Moderator hat den Namen nicht genannt. Wo war das? Ich will dorthin, wirklich!
Am Ende ist man schlauer, Deutschland war wieder Schlusslicht, wenn nicht das Publikum noch abgestimmt hätte, wäre der Beitrag mit 0 Punkten nach Hause gegangen. So hat es noch zu 6 Punkten gereicht. Schade auch, dass einem die Punkte nur so hingerotzt werden, gerade mal das Land mit 12 Punkten wird bei der Jury-Entscheidung genannt. Eigentlich finde ich die Abstimmung meist viel interessanter als die Musik. Na ja, diesmal war es im Grunde vorher klar, sogar die Buchmacher hatten alles richtig. Und es ist ja auch wirklich nett, dass die Europäer für die Ukraine abstimmen. Russland durfte natürlich nicht mitspielen, Pech für Deutschland, denn mit Russland wäre Malik Harris vermutlich nicht letzter geworden.
Von der Abstimmung heute will ich mal lieber gar nicht reden.