Was für eine Woche! Letzte Korrekturen, letzte Nachschreiber, Noten eintragen, Fehlstunden zählen, Lehrerkonferenz, Zeugniskonferenz, Zeugnisse kontrollieren und unterschreiben, zu allem Überfluss auch noch Unterricht. Nun ist es geschafft. Na ja, vielleicht gibt es doch noch eine, die am Wochenende weiter korrigiert und nächste Woche neue Zeugnisausdrucke fordert, weil ihre Noten falsch waren. Wenn man nicht gerade das Schulverwaltungsprogramm bearbeiten muss, macht es Spaß, am Geländer zu stehen und zuzuschauen, wie der Strudel des Chaos manche Studierenden und KollegInnen verschluckt. Leider spuckt er die meisten auch wieder aus, bis zum nächsten Mal.
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Samstag also endlich das süße Gefühl von Freiheit. Und dichter Nebel auf der linken Rheinseite, deshalb blieb ich auf dieser Seite und fuhr nach Oberhausen, wo im Schloss Plakate von Keith Haring ausgestellt werden.
Rund um das Schloss alles dicht zugeparkt, entweder sind die Oberhausener sehr kulturbeflissen, oder irgendwo in der Nähe spielt RWO. Dachte ich. Es war aber so, dass die Menschen scharenweise in den Kaiserpark kamen, um dort ein bisschen Sonne zu genießen. Auch ich hatte das Vergnügen, weil ich einen Parkplatz am anderen Ende des Parks gefunden hatte. Die Ausstellung ist wirklich groß, erstreckt sich über alle Etagen des Schlosses und der Film ist in sich ein Zeitdokument.
Wäre da nicht eine Vollsperrung der A3 ab Samstag Nachmittag gewesen, hätte ich ein chaosfreies Wochenende verbringen können. So aber war der Strudel wieder am Werk und sog so manches Auto mit gelbem Nummernschild ein. Zum Glück habe ich ein Navi und die Option, Autobahnen auszuschließen von der Route. Nun weiß ich es: Zwischen Oberhausen und Dinslaken liegt das Niemandsland, die Einöde, in der sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Beziehungsweise nicht der Arsch der Welt, sondern der der Eule, "Am Uhlensterz", wo sich vermutlich die Nachtvögel mit einem freundlichen UHU begrüßen.