• Action im Wald

    In Corona-Zeiten ist im Wald mehr los als in der Großstadt. Spaziergänger, Walker, Jogger, Kinder ohne Spielplatz, alle weichen dorthin aus, wo man den gebührenden Abstand zu anderen Menschen leichter einhalten kann. Zwei mir bekannte Kinder haben sich dort eine Hütte gebaut, Fotos der architektonischen Vorarbeiten konnte ich bereits sehen.

    Ein Ausflug in die andere Richtung ging leider kürzlich tödlich aus, als ein Hirsch, der sich vom Stadtwald in die Bocholter Innenstadt begeben hatte, von einem Jäger erschossen wurde. Mehr fällt den Experten nicht ein, wirklich ärmlich.

    Reichswald in KleveDass es aber einen Großeinsatz der Polizei im Wald gibt, ist auch jetzt sehr ungewöhnlich. Den gab es oder gibt es seit der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Reichswald bei Kleve, auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt, als es hell wurde. Was oder wen man aber suchte, gibt die Polizei immer noch nicht preis. Laut Polizei Kleve habe sie "durch  einen Hinweisgeber Kenntnis von einem nächtlichen Geschehen im Klever Reichswald" erhalten.

    Sogar die lokalen Medien halten sich mit Theorien zurück, schreiben nur von einem grünen Opel Corsa ohne Kennzeichen, aber mit einem 25km/h-Aufkleber und mit Schlüssel im Zündschloss, was von der Polizei bestätigt wird. Was kann da wohl los sein? Ich denke mal, dass der Hinweisgeber einer dieser Menschen war, die sich nun verstärkt im Wald aufhalten. Ein Auto weist auf befahrbare Strecken hin, die dort regelmäßig an einem Parkplatz enden. Einen Corsa im Unterholz kann man sich nicht so gut vorstellen. Man ist sich wohl einig, dass der Corsa gestohlen wurde, ich glaube aber, dass niemand, wirklich niemand einen Corsa klauen würde. Der Aufkleber weist eher darauf hin, dass jemand etwas Unrechtes vorhatte, aber zu blöd war, sich ein gutes Auto mit Kennzeichen zu klauen oder ein falsches Kennzeichen anzubringen. Vielleicht gab es aber auch andere Autos und nur dieses fiel in seiner offensichtlichen Absurdität auf. Also vielleicht ein Treffpunkt auf einem Waldparkplatz, und zwar nicht zum Joggen. Was liegt da näher als ein Drogengroßmarkt mitten im Wald, zumal der Reichswald an die Niederlande grenzt. Dort hat die Schließung der Coffee-Shops zu ähnlichen Reaktionen geführt wie die Angst der Deutschen, das Klopapier könnte ihnen ausgehen. Nun sind die Grenzen zwischen NL und D immer noch offen, aber man sieht doch auch mehr Polizei auf den Straßen in der Grenzregion. Und anscheinend bricht wegen der vielen Grenzschließungen und der Ausgangssperren nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Drogenmarkt zusammen. Kein Nachschub, keine zugänglichen Verkaufsstellen in den Städten. Da könnte doch so ein Grenzwald eine gute Alternative sein.

    Natürlich könnte es sich auch um eine Entführung, einen Mord gar, eine verbotene Corona-Party oder die Vorbereitung eines Terroranschlags handeln, aber ich finde meine Theorie ganz plausibel. Mal sehen, was die Polizei gefunden hat und uns davon berichten will, wenn überhaupt.


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  • Commentaires

    1
    Mechthild
    Lundi 30 Mars à 22:37
    Lass doch Frau Borrman ermitteln! Die käme nie auf so eine abstruse Idee einer Corona-Party! Wer trinkt denn das Zeugs?
    2
    Mardi 31 Mars à 14:05

    Ach nein, bei einer Corona-Party wird kein Corona-Bier getrunken. Es ist nur so, dass mehrere Leute beieinander sitzen und sich amüsieren, obwohl das mörderisch ist. ich frage mich, wie man in naher Zukunft Schule organisieren will, ohne dass daraus täglich eine Corona-Party wird.

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