• Inspiriert von einem Artikel in der FAZ über den allgegenwärtigen Plastikstuhl, habe ich Betrachtungen zu meinen eigenen Monoblocs angestellt.

    endlich wieder SonneJa, auch die FAZ hat Freude an Banalitäten wie Mensaessen und eben Plastikstühlen, wobei sie das Thema dann ganz hoch hängt und regelrecht zelebriert. Na gut, ich weiß jetzt, wer den Stuhl aus einer Gussform erfunden hat, es war der französische Ingenieur Henry Massonnet aus Nurieux-Volognat, einem Dorf nahe der Schweizer Grenze. Er wurde damit reich und verkaufte sein Firma rechtzeitig, um sich in Südfrankreich niederzulassen. Ist ja klar, dass ein Franzose auf die Idee kommen musste, die sind für mich die Camping-Weltmeister und müssen auch vor Zelt oder Caravan ihre Tafel für ausgiebige Menüs aufbauen. Ach ja, und der Apéritif mit den Zeltnachbarn, man braucht einfach leichte, stapelbare Stühle.

    Balkon in KleveMeine ersten Monoblocs waren die ganz einfachen weißen, die ich in Kleve auf meinem Balkon hatte. Die sind extrem billig und geben irgendwann den Geist auf, indem mindestens ein Bein einknickt. Dann hatte ich lange Zeit die blauen, die meine Schwester nicht mit in den Umzugswagen nehmen wollte und mir für meine neue Terrasse schenkte. Nach vielen Jahren waren sie wirklich unansehnlich, aber überwiegend noch intakt. Ich habe jetzt auf meiner Lieblingsterrasse eine hölzerne Sitzgruppe, aber die Sonnenterrasse habe ich mit Metalltisch und Monoblocs ausgestattet. Der Katze gefällt es auch, sogar ohne Sitzkissen.

    Stühle müssen warm seinStühle sind auch Klettergerüste

     


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  • Impeachment now!Ich habe kein Twitter-Account, lese auch keine Twitter-Beiträge und bin überhaupt der Ansicht, dass Politiker nicht twittern sollten. Die meisten twittern sich um Kopf und Kragen, so ein unbedachtes Sätzchen ist schnell in die Welt geschickt und kann nicht mehr zurückgeholt werden, selbst wenn man es löscht.

    Aber da ja nun in den USA der Obertwitterer an der Macht ist, macht es doch Spaß zu lesen, was ihm auf Twitter um die Ohren fliegt. Und ich bin extrem überrascht, wie beleidigend man offensichtlich sein darf. Sind die Amerikaner am Ende doch nicht so dünnhäutig wie Herr Erdogan und andere beleidigte Würste in unseren Breiten?

    Jedenfalls nimmt Kristina Wong kein Blatt vor den Finger und teil gut aus. Auf den Titel #2 TOP TRUMP TWITTER TROLL ist sie entsprechend stolz.

    #2 TOP TRUMP TWITTER TROLL

     


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  • Nächste Runde Trump gegen den Rest der Welt. Nun sind die Moslems dran. Per Dekret werden Einreisen aus diversen Ländern verboten, auch mit gültigem Visum oder Green Card. Hunderte wurden trotz gültiger Dokumente und Flugtickets an der Ab- und Weiterreise gehindert, absurderweise auch die, die bereits unterwegs waren. Sie wurden bei der Ankunft im Transitbereich festgehalten, also praktisch verhaftet, weil sie mit gültigen Dokumenten in die USA einreisen wollten. Das widerspricht jeder Rechtstaatlichkeit, denn dort sollte es sowas wie Rechtssicherheit geben. Dass es mit Trump für niemanden mehr Rechtssicherheit gibt, sollte spätestens jetzt klar sein, auch seinen Anhängern.
    Die Bundesrichterin Ann Donnelly  hat für die Menschen, die an den Flughäfen der USA an der Einreise gehindert wurden, verfügt, dass keiner der Betroffenen ausgewiesen werden dürfe, wenn er eine gültige Einreiseerlaubnis habe.
    Auch das Verbot der Einreise für Besitzer von Green Cards wurde inzwischen abgeschwächt, sie müssen sich nun vor der Rückkehr in die USA, also an ihren Wohnort, einer Sicherheitsprüfung unterziehen.

    Irgendwann dämmerte es wohl auch Theresa May, die gerade noch meinte, Trumps Ausschlussverfahren sei seine Sache, dass sogar Briten vom Einreiseverbot betroffen sein könnten, da es ja nicht wenige davon mit Migrationshintergrund und muslimischem Glauben gibt. Genau da wurde sie dann auch ein bisschen grantig. 
    Auch Deutsche kommen nicht mehr unbedingt rein in die USA. Der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen, der neben dem deutschen auch noch einen Diplomatenpass hat, besitzt dummerweise noch einen dritten, nämlich den iranischen Pass, den er auch nicht loswird, denn einige Länder entlassen ihre Bürger nicht aus der Staatsbürgerschaft, wenn sie eine andere annehmen.  Da Trumps Dekret auch für Doppelstaatler gilt, würde man einen deutschen Parlamentarier also nicht in die USA einreisen lassen. Aber das kennen die ja schon von der Türkei.

     

    Ausgesperrt und eingesperrt

    Es sieht so aus, als würde Trump seine Dekrete völlig ohne Sinn und Verstand, aber auch ohne das geringste Rechtsverständnis erlassen. Dann muss zurückgerudert und irgendeine Maßnahme erfunden werden, damit er sein Gesicht nicht verliert bzw. das Gefühl behält, er habe sich durchgesetzt. Was das Gesicht betrifft, so hat er nichts mehr zu verlieren. Man muss sich nur seine Miene beim Unterschreiben der Dekrete ansehen. Eine üble Mischung aus Bosheit, Trotz und Gleichgültigkeit.

    Auf jeden Fall muss Trump sich mal mit Erdogan treffen, der kann ihm sicher erklären, wie man diese unliebsamen Gesetze und Richter aus dem Weg räumt. Theresa May war ja nun kurz hintereinander bei beiden Koryphäen der Weltpolitik, vielleicht hat sie da auch einen Termin vermittelt.


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  • Nizza im WinterHeute hat das oberste Verwaltungsgericht in Frankreich dem Blödsinn erstmal ein Ende gemacht und das Burkiniverbot am Strand von Villeneuve-Loubet für unrechtmäßig erklärt. Die Argumente dafür waren auch so krass dämlich, dass ein anderes Urteil nicht zu erwarten war. 


    Diverse andere Bürgermeister, die sich ebenfalls durch Burkinis am Strand gestört fühlen, wünschen sich nun eine Gesetzesänderung.Die Côte d'Azur braucht ein Sockenverbot Ihnen erschließt sich offensichtlich nicht der Unterschied zwischen einer Burka und einer Badekleidung, die mehr verhüllt als die Genitalien.
    Logischerweise müsste die Polizei dann aber auch gegen Taucher und Surfer vorgehen. Ob Nizza seine Touristen damit zurückgewinnt, dass nun bewaffnete Polizisten Frauen am Strand auffordern, sich auszuziehen? Ich glaub das nicht. Und wie ich selbst am Strand von Nizza sehen konnte, gibt es da viel dringendere Fälle, wo jemand etwas ausziehen sollte.

    Wie sieht das eigentlich aus, wenn man sich mit Burkini bräunt? Darüber haben sich wohl schon die alten Meister Gedanken gemacht.

    SF 100


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  • Tod ist kein SpielAmok, Terror, Beziehungstat, Brandstiftung, Rache, politische Säuberungen, was macht das schon noch für einen Unterschied, wenn psychisch Gestörte und ideologisch Vernagelte ihre Mordlust an anderen Menschen auslassen? Wenn für ein überhöhtes Ego einzelner Männer (!) Familien, Freundeskreise, Schulen und sogar ganze Länder ins Unglück gestürzt werden? Auf die Absurdität der jeweiligen Motivationen muss man auch nicht mehr hinweisen, vielleicht wäre es aber ganz tröstlich, sich ab und an zu vergewissern, dass man auch Menschen antrifft, die weder bewaffnet noch in psychiatrischer Behandlung sind und die keinem anderen den Tod wünschen wegen deren / dessen Herkunft, Haut- und Haarfarbe, Geschlecht, Kleidung, Religion, sexueller Orientierung, Essgewohnheiten, Fußballpräferenzen oder Vorgartengestaltung. Und dann denke ich, es sind doch die meisten, Normalität ist normal. Setzt sie sich aber am Ende auch durch?

    Was ist denn mit der ganz normalen Tötungshemmung? Mit Empathie und Mitleid? Mit der eigenen Lebenslust? Sind die Täter durch Ballerspiele oder Filme so abgestumpft, dass sie nicht realisieren, dass hier echte Menschen sterben und dass darin der große Unterschied zur Fiktion besteht?

    Die Realität hat mich mal wieder überholt. In Japan hat am 25. Juli ein junger Mann neunzehn Behinderte in einer Einrichtung im Schlaf erstochen, einfach nur, weil sie behindert waren.


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  • Wie verzweifelt muss der IS denn sein, dass er sich jetzt schon als Trittbrettfahrer zu einem solchen Anschlag bekennt?

    Mit der Regionalbahn in den DjihatEin junger Afghane, der vielleicht aber ein Pakistaner ist, geht in der bayrischen Provinz in einer Regionalbahn mit Messer und Beil auf Passagiere los und flieht, als jemand die Notbremse zieht. Draußen tobt er weiter, verletzt eine Anwohnerin und greift Polizisten an, die ihn daraufhin erschießen. Im Zug hat er insbesondere eine Touristenfamilie aus Hong Kong schwer verletzt. Das ganze hört sich mal wieder nach der Amoktat eines Bekloppten an, allerdings ist auch dieser Jugendliche ein Moslem und hat sich in seinem Zimmer eine IS-Flagge gemalt. Damit ist klar, welchen Grund er sich für seine sinnlose Brutalität gesucht hat.

    Aber ehrlich, so schlimm es für die Verletzten ist, für eine massenmörderische Bande wie den IS muss dieser Angriff doch eher peinlich sein. Eine selbstgemalte Flagge wie im Kindergarten? Regionalbahn? Waffen aus dem Baumarkt? Abhauen bei Gegenwehr? Und dann der Polizei in die Arme bzw. vor die Mündung laufen? Und dennoch soll der IS sich über eine befreundeten Nachrichtenagentur zu dem Anschlag bekannt haben. Werden sie jetzt bescheiden?


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  • Nun hatte ich mir vorgenommen, so ganz locker über Banalitäten zu schwadronieren, da verwandelt sich das Sommerloch unversehens in ein schwarzes Loch, das schon wieder alle positive Materie vernichtet.

    Als im vorigen Jahr der Copilot Andreas Lubitz eine Maschine der Germanwings zum Absturz in den französischen Alpen brachte und dabei unter anderem viele SchülerInnen und LehrerInnen eines Gymnasiums in Haltern umbrachte, waren einige meiner Studierenden auch darüber erschrocken, dass wir auf unseren Kursfahrten nach Nizza genau diese Route geflogen waren. Nun hat wieder ein Psychopath ein Transportmittel gewählt, um möglichst viele Menschen zu töten, diesmal in Nizza selbst. Und auch diesmal sind Teilnehmerinnen einer Kursfahrt bei den Toten. Was für eine furchtbare Vorstellung, die schönen Orte, an den wir täglich waren, mit Leichen übersäht zu wissen.

    Nun ist der Täter kein Deutscher, sondern Tunesier, ergo Moslem, obwohl er ganz offensichtlich nicht gläubig war. Sogar die IS-Bande hat lange gezögert, sich den Massenmord auf die Fahnen zu schreiben, aber schließlich müssen sie sich wohl gesagt haben, dass er genau das richtige Profil hatte. Jähzornig, brutal, kriminell, menschen- und frauenverachtend, drogensüchtig, psychisch labil und von Gewaltphantasien beherrscht. An Gott glauben diese Schwachmaten auch nicht, passt also. Und so ist er nun als islamistischer Terrorist qualifiziert, wobei ich keinen großen Unterschied zu Andreas Lubitz sehe, nur dass der halt keinen moslemischen Hintergrund hatte. Und dass man dem leichtfertigerweise ein Flugzeug anvertraute, er musste seine Waffe nicht mal selbst organisieren.

    Ach ja, und dann war da noch ein Putsch in der Türkei. Mit Herrn Erdogan werden wir uns noch lange beschäftigen müssen.


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