• NobelWer bekommt dieses Jahr den noblen Preis für Literatur? Morgen Mittag werden wir es wissen, aber noch werden Wetten angenommen.

    Anscheinend stehen die Chancen gut für Bob Dylan. Das würde mir gefallen, und bestimmt hat Bob Dylan mit seiner Poesie und Musik mehr Menschen beeindruckt als viele andere Nobelpreisträger, bei denen ich mich frage, welche Beweggründe zu ihrer Auswahl geführt haben könnten. Wenn schon ein Franzose, was ich sehr befürworte, warum Le Clézio? Und Herta Müller? Berechtigt sicherlich, aber unerwartet.
    Beim Wetten wäre ich ziemlich schlecht weggekommen, außer 1999. Das war das Jahr, als ich meine geliebte Klasse und LK Deutsch ins Abitur entließ mit der Prognose, dass Günter Grass unbedingt einen Nobelpreis bekommen müsste. Wir hatten die Blechtrommel im Unterricht durchgenommen und ich war ziemlich enthusiastisch, besonders weil ich im Studium diverse Übersetzungen der Blechtrommel untersucht hatte. Ich meine nicht unbedingt den zweiten Teil, aber der erste Teil macht die Blechtrommel zu einem der Meisterwerke der Literatur.
    Und dann saß ich da in Kanada an meinem Computer und las, wie Recht ich hatte. Unvergesslich!

    Dr. Dylan rules.


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  • Wer seinen Kindern das Leben schwer machen will, nennt sie Kevin oder Chantal. Diese Namen erlebten Ende der 80er Jahre einen enormen Erfolg, besonders in bildungsfernen Schichten. Natürlich verfallen auch gebildete Eltern dem exotischen Charme ausländischer Vornamen, aber sie orientieren sich weniger an Film und Musik als an klassischen Vorlagen und nennen ihre Kinder Katharina, Alexandra, Philipp, Alexander oder auch Philipp Alexander. Damit haben die Kinder schon mal die Eintrittskarte fürs Gymnasium, wogegen Kevin und Chantal mühselig auf dem zweiten Bildungsweg versuchen müssen zu retten, was nicht zu retten ist. Der Kevinismus ist ein beliebtes Thema in Lehrerzimmern, es gibt auch eine Studie der Universität Oldenburg über Vorurteile von Lehrern gegen bestimmte Vornamen. Ich fürchte aber, dass der Begriff Vorurteil hier nicht trifft, denn gerade Lehrer treffen ja auf eine Menge von Menschen mit  solchen Namen und haben unbewusst aufgrund empirischer Daten ein vorläufiges Erwartungsprofil. Und das trifft bei Kevin und Chantal eben meist ins Schwarze, während ich vermute, dass der Name Alexander inzwischen kein Selbstläufer mehr ist, da die zahlreichen Alexander uns mit Piercings, Tätowierungen und lauter Musik irritieren. Mindestens. Die Alexandras sind da eine Ecke braver, kleiden sich adrett und arbeiten fleißig an Abitur und Studium.
    Grenzwertig finde ich die Manie von skandinavophilen, mehr oder minder gebildeten Eltern, ihre Nachkommenschaft durchgehend Lasse, Ole und Sven zu nennen. Wer sich zu Hause ein IKEA-Kinderpardies erschafft, muss auch damit leben, dass die Brut nicht erwachsen werden will.
    Gestern musste ich zur Uniklinik Essen fahren und kehrte auf dem Rückweg bei IKEA-Duisburg ein, um mich mit Lämpchen und anderem Kleinkram zu versorgen. Obwohl ich IKEA mag, belustigen mich die schwedischen Namen für alle Produkte, das anbiedernde Du auf allen Schildern und manche selbstgebastelten Gegenstände, die so häßlich heißen und aussehen wie ihre Designer.
    Nett finde ich eigentlich das Restaurant, obwohl man es in Duisburg nicht so genau nimmt mit dem Abwischen der Tische, aber ich fand einen sauberen Platz am Fenster und konnte beim Essen den Durchsagen lauschen. Offensichtlich wurden gestern besonders viele Geschwisterpaare abgegeben, die dann gemeinsam aus dem Småland abgeholt werden wollen. Nun ist Duisburg bekannt für seine finanziellen und sozialen Probleme, aber das war dann doch heftig. Liebe Eltern, Chantal und Mariah (wie Carey) möchten aus dem Småland abgeholt werden. Während ich noch erschreckt darüber nachdachte, dass die Mädchen unter 10 sein müssen und die Eltern also wissen konnten, was sie da taten, kam schon der nächste Hilferuf von Melvin und Milena.
    Heute Morgen las ich in der RP über eine wissenschaftliche Studie zu Vornamen, die ebenfalls zu dem Schluss kam, dass manche Namen im Leben und bei der Partnersuche hinderlich sind: "Der mehr oder minder klare Befund: Kevin, Uwe und Peter haben im Wettbewerb der Liebe keine guten Karten. Vor allem wenn man sie mit den Ergebnissen von Felix, Paul oder Lukas vergleicht. Bei den Damen liegen Hannah, Lena und Katharina in den Sympathiewerten vorne, ganz unten in der Hitliste der Namen finden sich Sylvia, Johanna und Chantal."
    Gut, über Kevin und Chantal wurde schon genug gelacht, Menschen aus meinem Umfeld wissen, was oder wen ich mit diesen Namen verbinde. Eine Chantal wohnte übrigens in Kleve zeitweise in der Wohnung unter mir und eroberte die Herzen der Hausbewohner und Vermieter mit Lärm und käuflicher Liebe. Eines Tages saß sie in meinem Englischkurs am Abendgymnasium. Einen Abschluss hat sie allerdings nie erreicht, aber von Zeit zu Zeit höre oder sehe ich etwas von ihr, so dass die Legende weiterlebt.
    Johanna finde ich persönlich sehr schön, im Gegensatz zu Paul, keine Ahnung, warum der Name so unbeliebt sein soll. Bei Peter und Sylvia glaube ich, dass ihnen ein Hauch von Altertümelei anhängt. Nun habe ich in einem Kurs zwei gute Studierende mit diesen Namen, bin also durchaus positiv gestimmt. Nur als vor der Nizzafahrt die Jungs aus dem damals ersten Semester wissen wollten, wie denn die Borkener Frauen so seien, empfahl ich ihnen, Peter zu fragen, weil er sie aus Französisch kennt. Da bekam ich zur Antwort: "Wenn einer schon Peter heißt, was weiß der schon!"
    Und Uwe? Die RP führt als Beispiel dafür, dass man auch mit solchen Namen erfolgreich sein kann, Uwe Ochsenknecht an. Der Schuss geht aber nach hinten los. Uwe und dann auch noch Ochsenknecht, der hatte es sicherlich auch deshalb in der Schule nicht leicht. Und gab alles an seine Söhne Rocco Stark, Wilson Gonzalez und Jimi Blue Ochsenknecht weiter. Übrigens schreibt Wikipedia über Jimi Blue ausdrücklich, dass er einen Qualifizierenden Hauptschulabschluss von der Waldorfschule hat, bei den beiden anderen steht nur was von Schauspielschulen. Das Prekariat ist überall.

    Kleine Ergänzung am 30. Juli:
    Gerade bekam ich die Rundmail eines jungen Kollegen, dessen Tochter am 29. Juli geboren ist. Das Kind heißt Romina. Also Kleine Römerin, nach dem Arabischen Granatapfel. Das ist doch ein zauberhaftes Bild.


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  • Oh wir, die Zierde und Zahlstelle Europas, Fußballweltmeister der Herzen, die wir die schönsten und schnellsten Autos bauen, die klügste und keuscheste Kanzlerin aller Zeiten und Welten haben und sogar den ESC 2010 gewannen, warum werden wir so gedemütigt?
    War es nicht genug, uns jahrelang mit Allemagne zéro points zu zeigen, dass niemand unsere Musik mag? Reichte es nicht, unsere überforderten Schüler durch die PISA-Hölle gehen zu lasssen und vor der Welt zu blamieren? Kann Europa nicht still mit uns trauern über die Opfer des mutierten EHEC-Bakteriums, ohne uns arrogant eine Unterstützung von Experten anzudienen, weil wir die Ursachen immer noch nicht gefunden haben und alle paar Stunden eine andere Wirtschaftssparte durch Mutmaßungen ruinieren? Können die Spanier ihre Gurken und Tomaten nicht einfach selbst essen und sich freuen, dass wir ihre langweilige mallige Mittelmeerinsel mit prallem deutschen Leben erfüllen?
    Nein, es reichte nicht, nun mussten auch unsere besten Freunde im Geiste Adenauers und de Gaulles eine Studie veröffentlichen, nach der wir kein bisschen mehr oder produktiver arbeiten als die ausgewiesensten Faulpelze in Südeuropa.
    Hat sich je ein Volk stärker mit seiner Arbeit identifiziert als wir? Mehr darüber philosophiert und ideologisiert? Wir, die Helden der Arbeit, am Ende doch nur mittelmäßig fleißig und relativ unprofessionell? Und ziemlich arbeitslos.

    "Denn die Marxisten wollen die Arbeit nur anders verteilen;
    Es kommt aber darauf an, sie abzuschaffen."
    (Hans Konrad Zander: Ode an die Geschirrspülmaschine.
    In: Von der Religiosität der Katzen, Münster 1990.)


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  • AdventskalenderDas ist nicht nur eine Gender- sondern auch eine Generationenfrage. Es ist nicht die Frage, ob man älteren Leuten Respekt erweisen sollte. Alle Menschen, wahnsinnige Massenmörder und anderer Abschaum der menschlichen Gattung mal ausgeschlossen, verdienen Respekt, natürlich auch Kinder und nervige Teenager. Nur verdient keiner mehr Respekt, weil er alt ist, ein Mann, Prominenter oder gar ein Adeliger, was auch immer das heute sein mag.

    Allerdings definiert vermutlich jeder Respekt auf seine Art und verlangt entsprechend mehr oder weniger Ehrerbietung von seinen Mitmenschen. Alte, prominente und männliche Menschen im Durchschnitt erfahrungsgemäß mehr, besonders von jüngeren, unbedeutenden und weiblichen Menschen. Was aus ihrer Sicht oft auf eines hinausläuft.

    AdventskalenderIch persönlich halte das für eine Ursache vieler Missstände in der Gesellschaft, denn so richtig was zu sagen haben eben die Alten, meist die alten Männer, die sich für bedeutend halten und deshalb auch von anderen dafür gehalten werden. Daran wird sich auch lange nichts ändern, denn diese Art von Unterwerfung wird, gern auch unter dem Stichwort Respekt, flächendeckend eingefordert bzw. freiwillig geleistet. Frauen, besonders junge Frauen, haben die Klappe zu halten, wenn Männer reden. Meistens sitzen sie sowieso nicht mit am Tisch.

    Und genau deshalb freue ich mich über jede Frau, die das Spiel nicht mitspielt und einem Mann auch mal über den Mund fährt, egal wie unweiblich und frech das rüberkommt. Ach ja, solches Verhalten bei Frauen bezeichnet man auch gern als zickig. Zickig ist für mich das Unwort der letzten Jahre schlechthin. Eine Frau, die ihrem Unmut Luft macht, spricht nicht, sie meckert, wie eine Ziege oder Zicke halt. Das gehört schon ins Tierreich und verdient auch keinen Respekt, nicht wahr?

    Gestern las ich zufällig, dass die Nation sich darüber erregt, wie frech Lena sich in einem Interview Frank Elstner gegenüber verhalten hat. Nun interessiert mich weder Lena noch dieser ganze Grand Prix besonders, ich finde es auch unsäglich, dass Deutschland zweimal hintereinander die gleiche Sängerin losschickt, ganz ohne Wettbewerb. Lenas Gesprächsführung ist zudem dringend verbesserungswürdig, und trotzdem habe ich mir einen Ast gefreut, dass sie Frank Elstner so vorgeführt hat.
    Rente mit 67? Nicht im Ersten Deutschen Seniorenfernsehen. Hier gelten Begriffe wie Dino oder Urgestein der Unterhaltung noch als positiv. Unterhaltsam fand ich Elstner noch nie, aber wie kommt man dazu, einen alten Mann, der nicht mal den korrekten Titel der Veranstaltung kennt, mit einem Haufen dümmlicher Fragen auf eine junge Frau loszulassen?
    Waaaas? Sie probieren nicht gern 100 Kleider an wie alle Frauen? Von Mai 2010 bis Mai 2011 sind zwei Jahre, wenn ich richtig rechnen gelernt habe. Ja klar, letztes Jahr und dieses Jahr, macht zwei. Und los, kleine Lena, bedank dich mal bei den Handwerkern! Wieso eigentlich??
    OK, ich habe nicht das ganze Interview gesehen, sondern nur den Zusammenschnitt der bösen Stellen auf youtube, aber wenn Lena ihn nicht gewatscht hätte, wäre mir übel geworden.
    Nun habe ich Hoffnung, dass sich das durchsetzen könnte. Kein Knicks vor dem debilen Opi, keine vorhersehbaren Antworten auf die immer gleichen dämlichen Fragen. Und dass junge Frauen ganz selbstverständlich für sich das gleiche beanspruchen wie die alten (und jungen) Männer. Vielleicht kommen ja irgendwann Dinos und Urgestein aus der Mode und Frauen pfeifen darauf, als Zicke und Rotzgöre diffamiert zu werden.

    Ich habe jetzt auch das komplette Interview gefunden, eigentlich ist Lena doch noch sehr nett zu Frank Elstner, obwohl er Blödsinn redet, z.B. dass Nordafrika am ESC teilnehme. Dann spricht er noch von Stutenbeißerei, dafür allein verdient er Schläge. Genervt wirkt Lena eigentlich nur, als sie in der Halle stehen, aber er bemerkt das nicht mal, denke ich, der Sprechroboter walzt immer weiter. So wird auch deutlich, warum sie ihre Bemerkungen so spitz einwirft, denn wirklich viel lässt er sie gar nicht zu Wort kommen, auch die Fragen beeinhalten meist schon die Antworten, die er hören will.
    Das waren doch noch Zeiten, als die Frauen nichts weiter wollten als ein bisschen Frieden.


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  • Es gibt Tage, wenige zwar, aber es gibt sie, wo ich ganz froh bin über meine Fernsehgebühren, nicht in dieser unsinnigen Höhe, aber immerhin.

    Ich war ziemlich gespannt, wie sich das Samstagabendprogramm angesichts der Ereignisse in Japan gestaltet. Die ARD hatte Volksmusik für Greise und geistig Zurückgebliebene im Programm, RTL die Verdummungsversion für die jüngere Generation: DSDS.

    Dass RTL so zynisch ist, seinen Quatsch durchzuziehen und so zu tun, als drehte sich die Welt um ein paar quietschende Teenies und die Dumpfbacken in der Jury, wundert mich nicht. Auch andere Privatsender zeigen ihre jeweiligen Hupfdohlen, und um ehrlich zu sein hatte ich das eigentlich auch von der ARD befürchtet. Aber sie haben mich angenehm enttäuscht, der Musikantenstadl wurde abgesagt, statt dessen ein Brennpunkt gezeigt und danach eine Dokumentation  über Tschernobyl. Die Dokumentation rief ziemlich intensive Erinnerungen wach, denn 1986 war ja Bonn die Bundeshauptstadt, in der ich studierte und alles hautnah mitbekam inklusive radioaktivem Regen bei Rhein in Flammen.

    In den Tagesthemen wurde gesagt, dass sich aufgrund der Naturereignisse auch die Achse der Erdrotation verschoben hat. Irgendwie passen die menschlichen Dimensionen nie mit den Dimensionen der elementaren Gewalten zusammen. Man evakuiert 20 km um das AKW Fukushima herum, dabei breitet sich die Strahlung schon über dem pazifischen Raum aus, und in Fernsehbildern sieht man viele Japaner mit Mundschutz, so als könnte das helfen.

    Zynicus schreibt zu Recht, dass ihm die Verschiebung der Erdachse die geringste Sorge bereite und nur zur Ablenkung diene. Zur Ablenkung gibt es aber vordringlich das Fernsehprogramm und den Alkohol. Die Erdachse hat sich auch bei anderen Erdbeben schon verschoben, z.B. beim Erdbeben in Chili . Von der Möglichkeit wusste Kleist vermutlich noch nichts. Die Tage werden dabei um Millisekunden kürzer, übel, wo die Sonne doch sowieso schon so selten scheint. Aber das macht mir auch keine Sorgen, ich finde die Dimensionen nur bezeichnend. Einerseits Erdbeben und Tsunamis, die sogar die Erdachse verschieben können, andererseits Politiker, die von erdbebensicheren AKWs schwallen und Jodtabletten verteilen. Nächstes Jahr ist sowieso Schluss mit dieser verwanzten Menschheit, da geht die Welt unter und nur ein kleines Dorf in Frankreich (sic) überlebt. Schade, dass sich da nun schon die blödesten Idioten versammeln, so als hätte man auf die Arche Noah nur die dümmsten Schafe gebracht. Die Dorfbewohner machen sich Sorgen wegen der steigenden Immobilienpreise, aber sie sollen das mal positiv sehen. Jetzt zu horrenden Preisen an Esoteriker verkaufen und alternativ das Geld verjubeln, bevor die Welt untergeht, oder die Ländereien billig zurückkaufen, wenn sie nicht untergeht und die Esoteriker enttäuscht das Weite suchen. Es geht auch beides, man muss halt nur den Preis für den Rückkauf in der Tirelire lassen.

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    Ich jedenfalls werde demnächst bei unseren verschwörungstheorieverliebten Studierenden für die zweite Fremdsprache Französisch werben mit dem Argument, dass man nach 2012 überhaupt keine andere Sprache mehr braucht.

    Anmerkung: Endlich ist es mir gelungen, den Text einfarbig zu halten, so dass man die Links nicht sofort erkennt. Also bitte öfter mal mit der Maus über den Text wischen, manchmal gibt es noch mehr zu lesen.

     


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  • Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Phänomen der gezielten Werbung auf Seiten wie facebook, wo ich manchmal denke, die holen ihre Informationen aus den Tiefen meines Computers. Bei facebook ist die Werbung allerding oft sehr uncharmant, z.B. "Du willst abnehmen? In wenigen Wochen zu deiner Traumfigur", "Schnipp schnapp, Haare ab" oder auch dieses:
    Heißt das, facebook gefällt mein Äußeres nicht und die Bude müsste auch mal aufgeräumt werden? Das ist einfach nur gruselig.

    Leichter nachzuvollziehen, aber nicht minder erheiternd sind Werbungen, die subtil auf die angeklickte Seite Bezug nehmen. So landete ich per Zufall auf dieser Seite, wo ich meine Zustimmung oder Ablehnung von Herrn zu Guttenberg hätte kundtun können. http://de.electionsmeter.com/Abstimmungen/karl-theodor-zu-guttenberg

    Mich faszinierte aber mehr die Werbung. Diverse Angebote zu Tagesgeldzinsen und ein Plagiatfinder:

    Plagiate jetzt stoppen
    Dokumente einfach überprüfen Ergebnisse sofort auf Ihrem PC

     PS: Bei erneutem Anklicken bekam ich ein Angebot für Gabelstapler.

    Da muss der Computer wohl Gabelstapler mit Hochstapler verwechselt haben. 


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  • Die rp online fasziniert mich im Moment immer wieder mit ihren Überschriften. Noch ein politischer Asylantrag? Nein, bloß eine lange geplante Reise, die nun doch nicht stattfindet, dabei hatte Annette ihre Burkas schon eingepackt und eine flammende Rede über die Rechte der Frau geschrieben.

    Sehr hübsch auch diese Überschrift: Frankreich erteilt Deutschland eine Lektion. Keine Bange, da haben nur ein paar Typen Handball gespielt, ist das schon ein pars pro toto?

    Und die Handball-Meisterschaft bringt auch wieder Tunesien ins Gespräch, dazu fiel der rp ja schon nichts mehr ein. Zumindest keine Berichterstattung aus dem Land.
    Mir gefällt auch der Stil der rp, man schreibt, wie der Schnabel wächst: "Ein Glück habe sich die Lage etwas beruhigt ..."

    Ein Glück gibt es das Dschungel-Camp, da kann man am Tag als Meldung verkaufen, was abends im Fernsehen kam.


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