• Mir geht es ein bisschen wie Marc-Uwe Kling, der sich in einem der Känguru-Romane an seinen Spammails erfreut und feststellt, dass diese immer kreativer und poetischer werden, gutes Beispiel: "Die Möhre im Bettchen dicker machen!"

    Nun habe ich keinen Bedarf an Möhrenverdickern und bekomme, wohl auch wegen meines spröden Internetverlaufs, keine sexuellen Spammails. Das ist ein bisschen schade, denn offensichtlich steigen diese zu literarischen Höhen auf. Statt dessen wird mir dauernd gedroht, mein Paypal-Konto würde geschlossen, wenn ich nicht einen höchst verdächtigen Link anklicke. Signora, isch abe gar kein Paypal-Konto.
    Zwar blockiere ich die Absender immer wieder, aber es gibt offensichtlich unendlich viele Email-Adressen, die man zur Versendung von Spam benutzen kann. Aber wieso? Hat je jemand einen von diesen Dreckslinks angeklickt? Besonders wenn der Absender Leni3 mit Email von t-online ist?

    Stotternder Bot

    Nun, heute hatte ich diese neue Variante im Postfach und frage mich, ob die Absender ernsthaft glauben, diesmal müsse es klappen, weil die Mail so überaus seriös daherkommt? Oder ist es das, was wir von künstlicher Intelligenz zu erwarten haben?

    jet_____zt________be_______st____äti______gen___


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  • Was ist los mit den Franzosen? Haben die ihren ganzen Cognac, Calvados, Pastis, Pinaud, Champagner, Côte du Rhône und anderen Stoff selbst gesoffen und sind dann wählen gegangen? Marine Le Pens RN stärkste Partei mit knapp einem Viertel der Stimmen, la honte.

    https://www.lemonde.fr/Überhaupt sind viele Rechtsextreme ins Europäische Parlament gekommen, einige von denen als erklärte Gegner der EU. Wenigstens sind die sich untereinander nicht einig, aber sie werden sich vermutlich nicht auf offener Bühne vor den Kameras zerfleischen.

    Wenn ich das richtig sehe, hat Deutschland von allen europäischen Ländern am grünsten gewählt, allerdings sind die Grünen auch in Frankreich stärker geworden. In vielen Ländern haben die Sozialdemokraten auf die Mütze gekriegt, auch da ist Deutschland weit vorn. Jetzt wird das Desaster analysiert, aber in den Fernsehkommentaren der etablierten Parteien hört es sich meistens so an, als hätten die Leute sich verwählt. So als müssten von Rechts wegen CDU und SPD immer vorn liegen, aber rafft es doch einfach, dass diejenigen, die euch nicht wählen, euch einfach nicht wollen. Man könnte doch einfach akzeptieren, dass eben nur ein bestimmter Prozentsatz der Bevölkerung eine jeweilige Partei wählt. Was euch bei jüngeren Wählern unbeliebt macht, hat man euch doch inzwischen klar gesagt.

    Inzwischen liegen genaue Ergebnisse vor und man kann sich auch ansehen, welche Parteien wo besonders stark waren. Manches stimmt optimistisch, vieles auch traurig. Das Abschneiden der neuen und kleinen Parteien ist für mich ein Zeichen, dass es demokratischer wäre, diese Stimmen auch im Bundestag zuzulassen. Statt dessen werden sie demnächst auch im Europaparlament wieder zurückgestutzt. Wie gesagt, die Leute haben sich wohl einfach nur verwählt.

    Eigentlich sehe ich mir keine Talkshows an, besonders keine politischen, weil ich dieses Gebölke und sich gegenseitig Niederschreien hasse. Frauen kommen ohnehin kaum zu Wort, auf die Phrasen der alten weißen Männer kann ich gut verzichten. Da ich mir aber grundsätzlich jeden Wahlabend reinziehe, habe ich gestern Anne Will gesehen, erfreulicherweise konnte man sogar verstehen, was die Gäste zu sagen hatten. So vernahm ich staunend, was Christoph Schwennicke vom Magazin Cicero den Grünen vorwarf, nämlich, dass ihre Wähler im SUV zum Wahllokal führen, weil ihnen ja niemand sagte, welches die eigentlichen Konsequenzen des Klimaschutzes wären. Dankenswerterweise ignorierte Annalena Baerbock den Schwachsinn und ging sachlich auf den Content ein.

    FahrradschnellwegMein Eindruck ist allerdings, dass Grüne gern mit Europawahl am EuregioFahrrad und öffentlichem Nahverkehr unterwegs sind, außerdem fahren die meisten Menschen, egal welcher politischen Couleur, gar nicht zum Wahllokal, sondern sie machen daraus einen Wo ist die Europafahne?Sonntagsspaziergang. An meinem Wahllokal sah ich gestern Abend nur Spaziergänger und Radfahrer, allerdings auch einen jungen Mercedesfahrer, der auf das Schulgelände fuhr und direkt vor der Tür hielt, wo sonst Autos strikt verboten sind. Er hatte merkwürdig tätowierte Arme und der äußere Eindruck verstärkte noch das Bild des asozialen Verhaltens, so dass ich eine gewisse Vorstellung habe, welche Partei er wohl gewählt haben könnte. Definitiv nicht die Grünen.


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  • Kalkar am AbendEine Teilnehmerin des Malkurses hatte den Kurs zu sich nach Hause in Kalkar eingeladen und Curry gekocht. Ihre Wohnung ist inzwischen eine Kunstgalerie, nur dass sie keine Ausstellungen macht und auch keine Bilder verkauft. Hasenwolken über BeuysKönnte sie aber, denke ich. Besonders gespannt waren wir auf ein Werk, das sie zum Teil im Kurs gemalt hat. Es besteht aus vierzig kleinen quadratischen Bildern, die sie schließlich zu einem Jahreszeitenbild zusammengesetzt hat. Dabei geht es wohl eher darum, in welcher Jahreszeit sie das jeweilige Bild gemalt hat. Es sind Porträts dabei, auch ein bisschen Ironie auf dem Bild mit Beuys und den Hasen, dann wieder Naturimpressionen, die zu den jeweiligen Jahreszeiten passen. Sie hat die Bilder chronologisch nach Entstehung geordnet und beginnt so mit dem Sommer.

    Kunstkacheln


    Interessant sind nicht nur die Bilder, sondern auch die Künstlerin. Sie kommt aus Lettland und ist in Uedem bei der NATO stationiert. Eine niederländische Kursteilnehmerin, deren Mann ebenfalls bei der Nato war, wunderte sich, warum eine lettische Soldatin ein Klever KFZ-Kennzeichen hat statt eines NATO-Kennzeichens. Lustige Geschichte, sie war mit ihrem eigenen Auto gekommen und hatte ein lettisches Kennzeichen. Zu der Zeit wurde sie andauernd grundlos von der Polizei angehalten und eines Nachts hat man ihre Scheiben eingeschlagen. Als sie sich dann hier ein Auto kaufte und das Klever Kennzeichen behielt, hatte sie endlich Ruhe. Wie eine andere Teilnehmerin bestätigte, kann Kalkar in der Nacht ein heißes Pflaster sein. Aber was sind schon ein paar betrunkene Autoknacker gegen das Potential, das in der Gegend eher unbemerkt arbeitet. Wer weiß schon, dass in der niederrheinischen Pampa der nordeuropäische Luftraum überwacht wird. So gesehen hatten die Jungs doch Glück, dass die Künstlerin sich nicht gewehrt hat, sie kann nämlich nicht nur den Pinsel einsetzen

    Blick vom Paulsberg in Uedem

     


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  • Maiglöckchen, Weißröckchen1. Mai, ein symbolträchtiges Datum für Freunde des Frühlings und der Arbeiterbewegung. Was kann man nicht alles machen an so einem Tag, tanzen, singen, demonstrieren, Autos verbrennen und durch die Natur wandern.letzte Tulpen

    Meine direkten Nachbarn haben beschlossen, diesen Tag mit einer Party zu begehen, die bereits morgens anfing und am frühen Nachmittag schon recht laut und alkohollastig klingt. Es wird auch gesungen, allerdings kann ich aufgrund des Alkohols keine Lieder identifizieren. A propos, ist nicht das schöne alte Lied "Der Mai ist gekommen" dem Anlass besonders angemessen? Leider musste ich während einer Lyrikreihe feststellen, das niemand (niemand!) in der Klasse das Lied bzw. Gedicht kannte. Ich kann es immer noch nicht glauben.

    blühender RosmarinTrotz der wenig melodischen Hintergrundsmusik, also dem Gegröle meiner Nachbarn, habe ich aber beschlossen, mir das Motto "Tag der Arbeit" zu eigen zu machen und die Abiturklausuren zu korrigieren, die gestern geschrieben wurden. Ich bin auch ganz gut dabei, hoffentlich kann ich die Motivation halten. Zur Belohnung gibt es nachher Spargel vom Niederrhein.


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  • Fast ChampagnerNun geht mein Lieblingsmonat zu Ende, diesmal mit Sonnenschein, Blumen und einem Zeitenwechsel, denn morgen bekommen wir endlich wieder die Sommerzeit.

    Und wieder werden sensible Gemüter über Schlafrhythmusstörungen und Verwerfungen in Am Wegesrand im MärzZivilisation und Natur klagen. Aber morgen ist Sonntag, also schlaft euch einfach aus. Und ganz ehrlich, ob ich am Montag um 6, 7 oder 8 Uhr aufstehe, hat mich noch nie aus dem Gleichgewicht gebracht. Es ist halt mal so, mal so. Mal arbeite ich um 8 Uhr, mal um 11 Uhr, mal bis 21 Uhr, mal bis 22.15 Uhr. Und wenn ich dann im Bett liege, müssen andere noch arbeiten. C'est la vie.

    Angeblich hat die Zeitumstellung auch Auswirkungen auf die Natur, aber im Ernst, nicht ich wecke die Vögel, die wecken mich. Und die Frühstückskatze wartet ganz geduldig, bis ich aufstehe, erst dann mauzt sie rum, als wäre sie am Verhungern.


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  • Chère Ildikoo, ma carte est partie aujourd'hui, trop tard, je sais. Mais avec l'âge, on a pris l'habitude d'attendre. Gracias

    Je te souhaite un joyeux anniversaire, une bonne bouteille de champagne et surtout une potion magique contre les douleurs du corps et de l'âme.

     

    Je t'embrasse bien fort, dein Geburtstagszwilling

    (Avis: Cette page ne s'ouvrira que le 7 mars.)

    Seid heute alle nett zu mir!

     


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  • Ich freue mich immer, wenn Ildikoo wieder in Deutschland weilt und sich in ihrem Dorf ein bisschen langweilt, weil wir dann zusammen schöne Dinge unternehmen. Also holte sie mich nach der Schule ab und wir fuhren bei herrlichem Frühlingswetter an den Niederrhein, übrigens mit dem Golf, der seit dem letzten Aussetzer wieder brav durch die Gegend fährt.

    Blick vom Alten ForsthausZuerst hatten wir ein Mittagessen mit Backfisch im Alten Forsthaus im Klever Kurpark, dann beschlossen wir, für den Kaffee das Café Lindenhof in Mehr auszuprobieren, weil es dort so nett sein soll.
    Als wir ankamen, roch es schon von Weitem nach Kaffee, was nicht nur uns beide, sondern auch ein paar niederländische Radfahrer anzog, von denen an dem Tag recht viele im Wiesenland unterwegs waren. Allerdings wurden wir böse enttäuscht, denn obwohl alles offen stand und man offensichtlich auch Kaffee hatte, bekamen wir nichts. Das Café öffnet erst im März. Warum die jetzt schon kochen und backen, aber die Kunden verscheuchen, bleibt ihr Geheimnis.

    Museum KurhausNun gut, wir wollten sowieso nach Kranenburg und beschlossen, im alten Bahnhof Kaffee zu trinken. Dort fahren heute nur noch die Draisinen ab, außerdem ist in dem Gebäude die wirklich gute Touristeninformation. Die meisten kommen aber wohl zum Caféhaus Niederrhein, so auch wir und wieder ein paar Radfahrer. Und wieder war das Personal versammelt, und wieder verweigerte man uns den Kaffee, weil man erst um 17 Uhr öffnet. Offensichtlich das einzige Etablissement in Kranenburg, dass nicht versucht, mit den vielen Holländern und Ausflüglern, die tagsüber im Ort sind, Geschäfte zu machen.

    Wilde SchwäneDie verzweifelte Suche nach Kaffee hatte aber den wunderbaren Nebeneffekt, dass wir an einer Wiese vorbeikamen, auf der sich wilde Schwäne verschiedener Couleur versammelt hatten, Ildikoo zählte siebenundzwanzig. Wildgänse und Störche hatte ich in der Gegend schon gesehen, aber die Schwäne waren mir neu, ein erhabener Anblick.

    Klever Wappentiere


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