• Winterschlaf statt Frühlingserwachen, was für eine Enttäuschung. Seit Wochen signalisiert mir der Garten, es würde bald Frühling: Narzissen, Tulpen, Krokusse und sonstige Zwiebelgewächse sind schon weit aus der Erde gekommen, andere Pflanzen haben einfach weitergemacht mit Blühen und  Grünen. Und nun wird es doch noch richtig kalt und ich möchte mich vor der Heizung zusammenrollen, habe nicht mal Lust, etwas in den Blog zu schreiben. Dafür bin ich gestern von Hildegard gerüffelt worden, aber wir machen das ja auch immer abwechselnd gegenseitig.

    Mail ArtPräsentation

    Präsentation

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Sie will, dass ich was über die Projektwoche und meine Gruppe "Briefkultur und Mail Art" schreibe, ich denke, ein paar Fotos sollen reichen. Sie hat sich dem Fromage ArtThema in der Ferne ebenfalls gewidmet und mir eine Art FromagePostkarte aus einer Käseplatte gebastelt. So innovativ wurde es in der Projektgruppe nicht, dafür entstanden einige Briefständer aus alten Büchern. Es gibt fast nichts, das man nicht im Dienste der Briefkultur verwenden könnte.

    Museum Koekkoek in KleveEin bisschen nett wurde es an diesem kalten Wochenende doch noch, weil ich es endlich geschafft habe, die Ausstellung mit Bildern unbekannter heimischer Pflanzen im Museum Koekkoek zu besuchen. FingerhutDie meisten Pflanzen kannte ich übrigens. Die Ausstellung geht noch bis zum 27. Januar, ist aber schon von der Homepage des Museums verschwunden. Die nächste Wechselausstellung wird jetzt dort mit einem Text angepriesen, der voller Rechtschreib- und Zeichenfehler steckt. Wenn ich nicht im Winterschlafmodus wäre, würde ich dem Museum eine korrigierte Version schicken. Mal sehen, es wird ja auch wieder wärmer.*

    Vollmond 20. JanuarUnd dann der Vollmond! Ich schaffe es ja meist nicht, irgendwelche Himmelsphänomene zu bestaunen, weil ich nicht sehe, wo hinter der Wolkendecke gerade die Sonne oder der Mond nicht mehr zu sehen sind, die ich schon die ganze Zeit nicht sehen konnte. Aber diese Nacht war ganz sternenklar, der Vollmond so hell, dass er die Straßenlaternen überflüssig machte. Also habe ich mein Glück versucht, bin vor 6 Uhr aufgestanden und konnte wahrhaftig den roten Mond in seiner vollen Schönheit bewundern. Für ein Handyfoto hatte er dann leider doch zu wenig Strahlkraft, aber das Internet ist ja voll mit Blutmond-Fotos.

    * Ich habe es doch getan, beim zweiten Lesen fand ich den Text so schlimm, dass ich nicht anders konnte. Sogar der Name des Malers war falsch geschrieben.

     


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  • Heute in meiner Lieblingspoststelle in Kranenburg: Vor mir zwei Männer, vermutlich Vater und Sohn, mit zwei richtig großen Paketen. Das erste Paket war schon fast abgefertigt, dann kam das zweite Monster dran. Die nette Post-Buchhändlerin fragte, ob das Paket auch nach Deutschland ginge. Was der Vater bejahte: "Ja, nach Österreich." Allgemeine Verblüffung, dann ein vorsichtiger Einwand der Postfrau: "Das wäre dann aber Ausland." Verblüffung beim Kunden: "Nee, wirklich?"
    Er hat sein Paket wieder mitgenommen, um es zwecks Reduzierung des Auslandspreises umzupacken.

    Du kommst hier nicht rein!Aber was bedeutet in Kranenburg schon Ausland, wo doch die meisten Nummernschilder gelb sind und Niederländisch die geläufigste Sprache in den Läden ist. Heute war dann aber die gesamte Einkaufsarena fest in holländischer Hand. Besonders betroffen war Aldi, dort gab es mehrere Ordner, die den Verkehr zum und auf dem Parkplatz regelten, vorm Laden Fußgängerstau, drinnen nicht besser. Take a number!Es gab Listen zum Ausfüllen für das Silvesterfeuerwerk, die Leute wurden mit Nummern (natürlich auf Niederländisch) aufgerufen und zogen mit hochvollen Einkaufswagen voller Böller und Raketen zur Kasse. Das wird wohl morgen noch heftiger, früher hat man die Böller direkt vom Lastwagen verkauft. Kann es wirklich sein, dass die Niederländer an Silvester noch bekloppter sind als die Deutschen?Lasst es knallen!


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  • Weihnachten ist überstanden, nun stehen meine Rituale für die Zeit bis zum neuen Jahr an. Also langsam die Weihnachtsdeko entsorgen, die schönen Pflanzen werden aber natürlich weiterhin versorgt. Und wie immer muss eine Steuererklärung abgegeben werden. Das mache ich tatsächlich schon morgen, weil ich heute kurz vor Mitternacht fertig geworden bin. Also vier Tage vor der Zeit, ich werde immer besser. Eine liebe Freundin, die meinte, sie müsste ihren Steuerberater noch beknien wegen 2017, konnte ich tatsächlich beruhigen, denn auch sie hat vier Jahre Zeit für ihre Erklärung.
    Einen Stapel Klausuren horte ich auch noch, aber damit habe ich schon angefangen. Wenn man Steuererklärung macht, sind Klausuren tatsächlich nur eine Entspannungsübung.
    Ich bin guten Mutes, dass 2019 nicht am Schreibtisch beginnt.


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  • NütterdenDer November ist ein Monat, den ich von Herzen mag, egal wie er wettermäßig ausfällt. Grau und nebelig ist mir recht, Friedhofswetter für Friedhofsspaziergänge. Sie haben eine Allee gepflanztAber ein milder und sonniger November mit Blumen und grünem Restlaub ist auch ok. So beginnt dieser November, heute habe ich meinen Friedhofsspaziergang bei strahlendem Sonnenschein gemacht, dann auch noch Trauben und Feigen in Mutters Garten direkt vom Stamm gegessen. Der Feigenbaum hat noch jede Menge grüner Früchte, die werden es aber wohl in diesem Jahr nicht mehr zur Reife schaffen.

    Riesige Verpackung für winzigen InhaltIch habe für diesen November ein paar gute Vorsätze gefasst, die mir den üblichen Dezemberstress vom Hals halten sollen:
    - Steuererklärung machen
    - Weihnachtsgeschenke besorgen UND einpacken
    - einen verrückten Weihnachtsmarkt besuchen
    - Weihnachtskarten verschicken

    Heute kam ein Päckchen mit den ersten Geschenken und Weihnachtsmarken, sogar eine Rolle Geschenkpapier habe ich schon gekauft. Nicht, weil ich die Vorweihnachtszeit so liebe, sondern eher, weil ich sie hasse, je näher Weihnachten kommt und alle total ausflippen.


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  • Monte, Madeira

     

    Mir war es nicht weiter aufgefallen, aber heute ist der ideale Tag zum Heiraten. Nicht zu kalt, nicht zu heiß, kein Regen, ein Samstag und: 18.8.18.

    Wie ich hörte, sind die Termine am Standesamt seit vielen Monaten ausgebucht.

    Willst du wirklich?In Madeira habe ich auch einen Hochzeitssamstag erlebt, am besten gefiel mir die Hochzeitsgesellschaft, die in Oldtimern und mit Frack und Zylinder durch Funchal fuhr. Aber auch die Hochzeit in Monte, wohin ich übrigens mit der Seilbahn gefahren bin, war nett anzusehen.Fang den Strauß! Da doch einige Touristen auf das Ende der Trauung warteten, um die Kirche mit dem Sarg des letzten österreichischen Kaisers zu besichtigen, hatte das Brautpaar am Ende neben den Profis auch viele unbezahlte Fotografen. Die Profis waren die beiden schlecht angezogenen Typen, die ironischerweise das Gesamtbild störten mit ihrem Look und den Aufbauten für die Kameras. Allerdings warteten wir sehr lange, die Messen in Portugal dauern, aber selbst dann kam das Brautpaar ewig nicht heraus, während die Hochzeitsgesellschaft vor der Kirche stand und rauchte. Einige Hochzeitsgäste waren auch während der Messe mal kurz zum Rauchen rausgegangen.

    Spaghetti statt ReisVielleicht hatte die Braut auch keine Lust, denn als sie schließlich aus der Kirche kam, wirkte sie nicht besonders gut gelaunt. Vielleicht war sie auch Raucherin und konnte während der Zeremonie nicht mal eben rausgehen. Auf jeden Fall war sie draußen sehr damit beschäftigt, sich den Reis aus der Frisur und dem Ausschnitt zu puhlen, darauf zu  achten, dass niemand auf ihrem Schleier herumtrampelte und die kleinen Schleierträger immer wieder zu ermahnen, diesen nicht über den Boden zu schleifen. Dann wurden alle für das Hochzeitsfoto aufgestellt, was auch nicht ganz einfach schien, jedenfalls brauchte die Braut jeweils ein kräftiges "Spaghetti", um ein Lächeln zu fabrizieren. Der Ehemann dagegen wirkte recht entspannt, aber der hatte auch keinen Schleier und keine Haare, in denen Reis hängenblieb.


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  • Ich weiß, Ildikoo möchte, dass ich über die Seilbahn in Funchal schreibe und nicht über Banalitäten, excuse-moi, da musst du aber durch, du hast auch deinen Nachtisch in Wimereux fotografiert. Außerdem passt es so gut zu dem Aufreger des Restaurants auf Rügen, wo Kinder abends nicht mehr essen dürfen. Ich glaube ja, dass den Besitzer Kinder nicht wegen der schlechten Erziehung stören, wie er behauptet, ich konnte sowas noch nie wahrnehmen, wenn ich essen ging. Ich denke, Kinder sind ihm mittags willkommen, weil da sowieso nichts los ist, aber abends blockieren sie Plätze und essen nur Kinderteller. Deswegen sind auch die Hunde ok, die sitzen unter dem Tisch.

    Also, essen und trinken in Madeira. Man soll ja viel trinken, bei der Hitze möchte Sandwich und Cider in der Markthalleman sowieso dauernd eine Abkühlung in sich hineinschütten. Ich habe bereits den Pub erwähnt, in dem ich gern Cider getrunken habe. In der Markthalle von Funchal gab es auch ein Café, in dem ich Cider trinken konnte, außerdem habe ich da ein Sandwich gegessen. Sandwiches sind nämlich die heimliche Spezialität von Madeira, die gibt es wirklich überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Letztes Sandwich vor dem Rückflugunterschiedlichen Brotsorten. Auch in meinem Hotel, das kein Restaurant hatte, konnte man Sandwiches bekommen, allerdings gab es direkt daneben einen netten kleinen  Laden, der nur das machte und deutlich günstiger war. Für Kaffee und Sandwich habe ich um vier Euro bezahlt, was mir den Hunger und die Wartezeit auf den Wagen zum Flughafen vertrieb.

    Brisa AppleWas die Getränke betrifft, so habe ich mich auf das bewährte Perrier aus dem Supermarkt konzentriert und manchmal meiner Madeira, le vraiLeidenschaft für apfelschorleartige Getränke gefrönt. In Madeira hieß das Brisa und war süß und sehr lecker. Und irgendwie ist Cider ja auch eine Apfelschorle.

    Ach ja, es gibt auch noch das eine Getränk, das seinen Namen von der Insel hat. Weil ich überall Sachen getrunken habe, die nach Apfel schmeckten, kam ich nicht dazu, Madeira-Wein zu bestellen. Aber ich habe mir in meinem Lieblingssupermarkt eine kleine Flasche gekauft und diese über die Woche spät am Abend auf meinem Balkon geleert. Sehr lecker.

    EspadonWirklich interessant sind im Urlaub die lokalen Spezialitäten, das ist hier der Espadon mit Bananen. Espadon ist die kulinarische Bezeichnung für den schwarzen Degenfisch. Als Fisch sieht er so aus, wie Fische halt so sind, nicht sonderlich appetitlich. Aber als Espadon mit tropischen FrüchtenFilet mit tropischen Früchten ist er ein Knaller. Fisch am MeerIch habe ihn in Porto Moniz mit Blick auf das Felsenschwimmbad gegessen und war restlos begeistert. Ich hatte außer den Bananen noch Maracuja auf dem Fisch, was ich eher mittel fand, aber die Maracujasauce war extrem lecker. Fisch und Frucht passt immer ganz gut, wir nehmen hier gern Zitrone dazu, aber diese Kombination mit Bananen und Maracujasauce war unerwartet und grandios.

     


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  • Sortez les drapeauxAch, ich freu mich, Frankreich ist noch immer im Rennen und wird gegen Belgien antreten, das nennt man wohl ein Derby. Da hätten sie sich auch in Lille treffen können. Gerade spielen Russland und Kroatien, 1:1, da geht noch vieles. Ich hatte ja schon am Anfang Russland auf der Favoritenliste. Stellt sich jetzt nur noch die Frage, wer im Endspiel gegen Frankreich verliert.

    Das Elfmeterschießen ging dann glücklich aus für Kroatien, auch schön. Ich mochte den russischen Trainer, der wirkte immer so abgeklärt.


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