• De Zoch kütt

    De Zoch küttSo ist Karneval: Wenn du nicht zum Zug gehst, kommt der Zug zu dir.

    Gerade geschehen. Vorm Haus ein Lärm, als käme der Kölner Rosenmontagszug durch, war aber doch nur ein Wagen: Stammtisch Unter den Eichen, Gaststädte Nägler. Da sieht man, welches Kaliber die Bocholter Wagen haben. Aber doch groß und laut, denn an Treckern und Anhängern mangelt es hier ja nicht. Übrigens fuhr er in die falsche Richtung, also gehe ich davon aus, dass erstmal das ganze Wohngebiet bespaßt wird, bevor man sich auf den Weg zum Berliner Platz macht.

    De Zoch küttEin Motto gab es natürlich auch. Nein, nicht Alkohol, was ja angesichts des Standortes naheliegend wäre, sondern Schulden. Schulden - Schulden für wen? Hübsche Europafahnen um eine gigantische D-Mark gruppiert, an den Seiten auch noch ein paar Fünfzig-Pfennig-Stücke, schon hat man ein gelungenes Resumee der Stammtischgespräche unter den Eichen. Die Verkleidung der paar Männer, die neben dem Wagen herliefen: Natürlich ganz in Schwarz-Rot-Gelb, hatten sie die Klamotten noch von der Weltmeisterschaft? Oder ist das jetzt auch ein Kostüm, wenn man sich als Nationalflagge verkleidet? De Zoch kütt

    Es ist wie Impfstoff, eine kleine Dosis reicht, schon bin ich wieder immun.
    Bronson ist übrigens auch kein Karnevalsjeck, er (sie) stand laut schimpfend im Garten, als die Beschallung näher kam. Oder habe ich das nur falsch verstanden und er wollte mitsingen? Ja, wenn man statt Kamellen Shebadöschen würfe!


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  • Commentaires

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    Petit Larousse Profil de Petit Larousse
    Lundi 20 Février 2012 à 17:32

    Hier in Köln hab ich schon Nivea-Minidöschen aufgesammelt. Warum nicht auch Ata als Wurfgut. Oder Sheba.

    2
    Prinz Lustig
    Lundi 20 Février 2012 à 20:35

    Werf doch einfach Wattebäuschchen...

    *HELAU*

    3
    Sigrun Profil de Sigrun
    Mardi 21 Février 2012 à 23:42

    Eigentlich hatte ich nach Fotos von bescheuerten Karnevalskostümen im Netz gesucht. Dabei stieß ich auf "Gutefrage.net". Den Link muss ich hier setzen: Auf Dienstanweisung bescheuert aussehen. Lustig sind dabei auch die Antworten, obwohl sich da bei mir schon wieder die Zehennägel kräuseln, wenn ich "aufoktroyieren" lese, auch wenn es in Anführungszeichen gesetzt wurde. Grrrrr..... Immer dieses Doppel-Gemoppel... An die Deutschlehrer: Fällt eine falsch hinzugefügte Vorsilbe auch unter den Status "Pleonasmus"? Eher nicht, was?

    4
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mardi 21 Février 2012 à 23:53

    Mich stören an dem "aufoktroyieren" nur die Anführungsstriche. 

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    Sigrun Profil de Sigrun
    Mercredi 22 Février 2012 à 00:29

    Mich stört daran das "auf", denn oktroyieren heißt ja schon "aufzwingen". Wenn wir "aufoktroyieren", dann "auf-aufzwingen" wir quasi. Ich weiß zwar, dass im deutschen Sprachgebrauch sehr viele "aufoktroyieren" sagen.... nur einmal im Interview mit Peer Steinbrück und Helmut Schmidt gebrauchte PS den Begriff "oktroyieren" (ohne "auf-") - ganz zu meinem Entzücken. Aber die meisten sagen leider "aufoktroyieren".... ist aber doppelt-gemoppelt...

    6
    Sigrun Profil de Sigrun
    Mercredi 22 Février 2012 à 00:30

    Ha, Wikipedia weiß wieder alles, warum habe ich nicht früher danach gesucht, wahrscheinlich, weil ich das Verb eh immer richtig gebraucht habe:

    http://de.wiktionary.org/wiki/aufoktroyieren

    7
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mercredi 22 Février 2012 à 08:39

    Schau mal, was die gelbe Bibel dazu sagt. Wikipedia ist ja auch nur eine Ansammlung von Klugscheißern und Zwiebelfischen.

    8
    Sigrun Profil de Sigrun
    Mercredi 22 Février 2012 à 08:53

    Ich weiß, dass Duden vieles in seinen Katalog aufnimmt, was dem allgemeinem Sprachgebrauch entspricht. Vieles habitualisiert sich einfach. Das macht es aber dennoch im eigentlichen Sinne noch lange nicht richtig. Nur weil die große Mehrheit es so macht.... Übrigens höre ich auch in Professorenkreisen gelegentlich den Begriff "aufoktroyieren". Dennoch: bei mir kräuseln sich die Zehennägel, denn es ist eine Doppelung und damit ist das "auf-" redundant. Übrigens: Wenn man die gelbe Bibel unter "a" aufschlägt, kommt man auf "aufoktroyieren".... geht man weiter auf "o", findet man "oktroyieren" mit derselben Beschreibung und Bedeutung. Ich denke, Duden hat den falschen Begriff nur deshalb aufgenommen,weil es eben sehr viele so benutzen. Es haben auch schon andere komische, teilweise abstruse Wortschöpfungen den Einzug in den Duden gehalten, nur weil sich das Wort habitualisiert hat. Bin mal gespannt, ob "googeln" darin auftaucht. Duden online hat es schon drin, meine Druckausgabe (ist noch die 22. Ausgabe, mittlerweile gibt es die 25.) noch nicht, ich weiß aber, dass das Wort in den deutschen Sprachschatz aufgenommen wurde. Also, ich bleibe dabei: "aufoktroyieren" ist sprachlicher Unsinn und nur weil eine ganze Menge Unsinn reden wird er dadurch nicht richtig. Legitim vielleicht mit Absegnung von ganz "oben" (=Duden), aber hausgemachter Quatsch.

    9
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mercredi 22 Février 2012 à 14:07

    Na, dann wirst du ja sicher auch mit aller Kraft ankämpfen, pardon, kämpfen gegen andere redundante Vorsilben wie die in einladen, auswählen, hineingehen und aufsteigen. Und weg mit den Bonbons, einfache Bons reichen!


    Keine Ahnung, warum dich dieses arme Verb so stört, ich höre es seit gefühlten hundert Jahren schon, in meinem alten Duden von 1991 steht es auch. Und ja, oktroyieren steht auch drin, weil die beiden Synonyme sind.


    Im Wettstreit Duden gegen Wikipedia bin ich allerdings total parteiisch, welches von beiden hausgemachten Quatsch schreibt. 

    10
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mercredi 22 Février 2012 à 14:12

    Aber schreib jetzt keine Abhandlung mehr zurück, du hast bestimmt einen Text für Geld auf dem Schreibtisch liegen. Man darf dich echt nicht in Versuchung führen.


     

    11
    Sigrun Profil de Sigrun
    Mercredi 22 Février 2012 à 14:51

    Na, im Falle von "einladen" halte ich die Vorsilbe nicht für redundant. Klar gibt es die veraltete Form, jemanden zu "laden", wie es auch heute noch vor Gericht gebraucht wird. Vor Gericht wird man geladen und nicht eingeladen. Ist ja kein Kaffeekränzchen dort. Allerdings macht die spezifizierende Vorsilbe "ein-" deshalb Sinn, weil sie dem Verb damit eine konkretere Richtung gibt und es damit vom "ausladen" unterscheidet. Schließlich kann ich jemanden, den ich zum Kaffee eingeladen habe auch wieder ausladen. Wenn denjenigen immer nur "lade", kommt der Arme durcheinander, denn erst lade ich ihn zum Kaffee, dann lade ich ihn wieder nicht mehr. Die Negation alleine wäre hier sehr gebieterisch im Ton und entspräche nicht dem höflichen Umgang. Andererseits sage ich auch niemandem direkt, dass ich ihn wieder auslade. Das sage ich höchstens zu anderen, wenn wir darüber reden. Demjenigen selbst würde ich allenfalls einen Grund nennen, warum es mit dem Kaffee nicht klappt (wenn ich den Menschen schätze, den wahren, wenn nicht, einen erfundenen)... Aber ein- und ausladen sind opposite Verben, die durch die jeweilige Vorsilbe differenziert werden können.

     

    Dasselbe gilt für hineinghen und aufsteigen. Klar impliziert das Verb steigen an sich schon, dass es irgendwo nach oben gehen muss. Es kann aber auch nach unten gehen, wenn man schon oben ist. Ich kann also eine Treppe hinaufsteigen und wieder hinabsteigen. Wenn ich mich in der Firma geschickt anstelle, werde ich beruflich aufsteigen. Lassen meine Leistungen nach, steige ich wieder ab. Fußballfans können davon ein Lied singen, allen voran der FCK. Gehen ist ein neutrales Verb. Erst das Präfix gibt die Richtung oder den Umstand an: hineingehen, hinausgehen, weggehen/fortgehen, herumgehen... Diese Vorsilben haben also ihre Daseinsbrechtigung, weil sie die Sprache präzisieren.

     

    Einzig beim "Auswählen" gebe ich dir voll und ganz recht, denn hier ist die Vorsilbe wirklich redundant und kann eigentlich wegfallen. Sie spezifiziert ja nichts, sondern greift nur auf, was im Verb selbst schon als Bedeutung enthalten ist.

     

    Was das gute "Bonbon" betrifft, so haben wir es ja von den Franzosen übernommen. Es gibt in einigen Sprachen Doppelungseffekte, das arabische "Couscous" ist von derselben Sorte. Warum Sprachen das jetzt so machen, weiß ich gerade nicht, ob da onomatopoetische Faktoren mit einwirken... keine Ahnung, finde jetzt ad hoc auch nicht so schnell ein Buch, wo ich eben nachschlagen könnte. Ich könnte später mal bei Bussmann (Hadumond Bussmann, Lexikon der Sprachwissenschaft) nachschlagen, ob ich darin was finde... Hier haben wir es ja nicht mit einem Präfix zu tun, sondern mit einer gesamten Wortdoppelung. Möglicherweise ist "Mama" von derselben Art. Einmal Ma würde reichen, aber die Lateiner haben Mama für Brust genommen. Kann damit zusammenhängen, dass "ma" eine der ersten Silben ist, die wir als Säuglinge artikulieren können, obgleich nicht DIE erste, denn dann müssten die Brüste auf Lateinisch "Papa" heißen, weil der bilabiale Plosiv für Kleinstkinder am einfachsten zu artikulieren ist und damit fängt Spracherwerb in der Regel an, wenn die kleinen Windelscheißerchen ihren Sprachapparat ausprobieren und testen, womit man alles Geräusche machen kann. Das ist dann ja noch kein Sprechen, aber ein ausprobieren, was alles so geht. Stundenlang hört man dann sowas wie: Pa-pa-pa-pa-pa nein eher stimmhaft ba-ba-ba-ba..... Dabei braucht man nämlich nur den Mund auf und zu machen und die Zunge entspannt in der Ausgangsstellung lassen, schon hat man den vokal a und ein b dazu.....  Na ja, also Bonbon und Couscous gibt es schon so in anderen Sprachen und wir haben es übernommen als Fremdwort und sollten das Wort in seiner Zusammensetzung auch nicht hinterfragen. Das können französische Sprachwissenschaftler tun oder arabische, aber wir sollten es einfach so akzeptieren.

     

    Beim Verb "oktroyieren" ist es etwas anderes: es ist ein aus dem Französischen importiertes Fremdwort (ursprünglich aus dem Lateinischen stammend) und trägt in sich ja bereits die Bedeutung des "auf-drängens/zwingens...." Es ist also ein schlichter Übersetzungsfehler, wenn wir im Deutschen nochmals die Vorsilbe "auf-" dazu setzen. Die spezifiziert nix! Es gibt kein Gegenteil, das da heißt "aboktroyieren" oder so. Es gibt nur oktroyieren und das hat bereits eine klare, spezifische Bedeutung. Im Duden online wird der Gebrauch des Verbs "aufoktroyieren" sogar als "bildungssprachlich" eingeschätzt, ha ha ha... Das zeugt aber nicht von viel Bildung, dass ich einem Verb, das schon eine ganz spezifische Bedeutung in sich trägt, nochmals mit der deutschen Vorsilbe "auf-" versehe, die auf dieselbe Bedeutung hinweist, die das Verb an sich schon hat. Das ist redundant. Ich würde eher sagen, dass gebildete Menschen "oktroyieren" benutzen und Menschen, die sich der Wortbedeutung etc. nicht so ganz bewusst sind, dann fälschlicherweise "aufoktroyieren" daraus machen. Im Duden steht's aber drin und was im Duden steht ist richtig. Dabei zweifle ich die Richtigkeit (im Sinne von Zulässigkeit) gar nicht an. Ich kann also nicht normativ werten und sagen: "Das ist falsch", wenn ich es auch gerne möchte. Es hat seine Legitimation von "ganz oben" bekommen, also darf es so gebraucht werden und wer es so gebraucht, handelt - nach Duden - korrekt. Aber es ist Quatsch, siehe den ganzen Sermon zu vor.

     

    Und ankämpfen werde ich garantiert nicht. Iwo, Karin, was denkst du von mir.Ich bin glückliche Ex-Raucherin seit nunmehr 17 oder 18 Jahren und man sagt den Ex-Rauchern nach, dass sie zu militanten Rauchbekämpfern mutieren, schlimmer noch als strikte Nichtraucher von Anbeginn an. Nicht einmal dagegen "kämpfe" ich, weil es jeder selbst wissen muss, was er tut. Wer meint, seine Gesundheit ruinieren zu wollen - bitte. Ich tue es nicht, außer in den Momenten, wo ich passiv mitrauche im Freundeskreis. Aber die sind selten. Also "kämpfe" ich auch garantiert nicht gegen das redundante Präfix "auf-", das man dem guten Verb oktroyieren immer mit Legitimation von Duden anhängt. Es tut mir einfach nur "körperlich weh", wenn ich es höre oder lese. 

     

    So ziehe ich mich in die Arroganz des Wissenden zurück und bade mich darin, dass ich weiß, dass die gesamte Fraktion der "Aufoktroyierer" eigentlich hausgemachten Unsinn reden und verspüre (fast schon eine ans Aphrodisierende grenzende) Überraschung, wenn irgend ein "Eingeweihter" im Gespräch plötzlich vom "Oktroyieren" spricht. Ich kann nicht anders, sofort weiten sich meine Pupillen, ein wohliger Schauer durchläuft mich und ich denken nur: "Yeah, grrrr, geht doch!"

    12
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Mercredi 22 Février 2012 à 15:04

    Zumindest hattest du noch ein Happy End! So war die Zeit doch nicht ganz verloren.

    13
    Sigrun Profil de Sigrun
    Mercredi 22 Février 2012 à 15:06

     he he he....

     

    Kann man seine Artikel nicht mehr editieren? Habe noch paar Rechtschreibfehler entdeckt, die mir beim Schreiben und Durchlesen entgangen sind.... u.a. ich denken nur.... ja ja, ich denke natürlich.

    14
    Jeudi 23 Février 2012 à 11:38

    Du denken richtig über das Wort, @Sigrun. Auf das, was der Duden so zusammenkomponiert, bin ich nicht vorpräpariert. Früher war weniger Lametta. Bei Goethe finde ich das Wort "Vorschmack", auch "Nachschmack" würde mir mehr einleuchten. Wir sagen doch auch nicht "Eingebildung".

    15
    Jeudi 23 Février 2012 à 12:00

    Ihr seid ganz schön abgespaced, daher lade ich zur MV, wähle Vorstandsmitglieder, gehe selbst in den Vorstand und steige zu großer Macht.

    16
    Prinz Lustig
    Jeudi 23 Février 2012 à 21:58

    "Wikipedia ist ja auch nur eine Ansammlung von Klugscheißern und Zwiebelfischen."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Karin_Laakes

     

    Aha...

    17
    karinkornelia Profil de karinkornelia
    Jeudi 23 Février 2012 à 22:27
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